Dienstag, 5. Dezember 2017

4. Kalendertürchen: Nudelauflauf mit Ceylon-Zimt und viel KÄÄÄSSSEEE


Werbung (Gewürzkalender gesponsort )//Der Löffel im vierten Kalendertürchen ist richtig etwas fürs Herz.
Warum? Na, schau dir die Aufgabe an:


Da kommen massig Erinnerungen hoch! Ich war als Kind zwar nie ein mäkeliger Esser, es gab allerdings Gerichte, die waren immer besonders gut. Dazu gehörte ohne Zweifel der tolle Karotten- Lauch- Hack- Eintopf, der in einem großen Pott gekocht und dann über mehrere Tage gessen wurde (Eintopf ist ja erst am dritten Tag so RICHTIG gut!).

Aber auch Frikadellen standen hoch im Kurs: Meine Mutter kann die so zubereiten, dass die von Außen knusprig und von Innen saftig-fluffig sind. Auch diese wurden für mehrere Tage eingeplant, überlebten aber eigentlich nie den ersten Tag, da die gesamt Familie bei jedem Gang in die Küche so 1-2 der kleinen Fleischklopse wegsnackte. Mama war darüber not amused, aber wir waren (und sind) halt eine gefräßige Horde:

Legendär die Kämpfe am Tisch um das letzte Cevapcici oder den Fla (Holländischer Pudding) in Tetrapacks, welcher von meinem Stiefvater wie ein Goldschatz bewacht und rationiert wurde (ich hab einmal Billigpudding geholt, den Fla aufgegessen und mit dem günstigen Pudding aufgefüllt, ist auch niemandem aufgefallen;))

Mein heutiger Löffel dreht sich aber weder um Fla noch um Frikadellen, sondern um den familieninternen Nudelauflauf. Und der hat eine Geschichte.

Früher Spirelli, heute Trofie für den Auflauf
Und zwar hatte mein Bruder, als er klein war, mal eine Phase, während der er nur Nudeln (mit Tomatensoße, WEHE es waren verdächtige Gemüsestückchen drin) und Kartoffeln (pur) essen wollte. An sich nicht dramatisch. Das Doofe war halt, dass sich zu dieser selektiven Nahrungswahl auch eine Kaufaulheit dazugesellte, die dazu führte, dass er Kartoffeln ohne zu Kauen runterwürgte, was schrecklich anzusehen war.

Ich meine, in der Zeit gab es zum ersten Mal diesen Auflauf, mit viiiel Nudeln, Tomatensoße, Eiern zum Binden und Käse (ab und an auch Kochschinken), der so lange in den Ofen gestellt wurde, bis er eine Art fluffige, homogene Masse ergab, die aber unglaublich gut schmeckte. Ich liebe ja eh "schlonzige" Gerichte, und dieser Auflauf trifft da voll in Schwarze.

Das Lustige ist, dass der Auflauf nicht nur mein liebstes Kindheitsgericht ist, sondern auch das von Bruder A. Dieser hat seine kaufaule Phase mittlerweile überwunden (zumindest höre ich da nichts Gegenteiliges ;)), den Auflauf isst er aber immer noch gerne.

Und Dank ihm kann ich euch auch das Rezept für den Originalauflauf hier im Blog präsentieren. Es gab dazu nur eine Anmerkung vom Bruder: "Bitte alle Zutaten, außer das Tomatenmark verdoppeln, schmeckt besser!". Na, er muss es wissen:

Der Originalauflauf

Ich musste das Originalrezept allerdings etwas umwandeln, denn es gab ja, wie jeden Tag, noch ein Gewürz zum Kalender dazu:


Der Zimt war garnicht so schwer zu integrieren. Ich habe als Käse einfach Parmesan und Apple-Pie-Cheddar statt Gouda genommen und schon passt es wieder. Die Kindheitserinnerung bleibt.

Vielen Dank für dieses schöne Türchen!
Was ist dein liebstes Kindheitsgericht? Und warum?

Poste es in die Kommentare!

Deine Wren


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