Montag, 4. Dezember 2017

2. Kalendertürchen: Vegane Roulade mit Beerenlese, Glühweingewürz, Pastinake und Kartoffelkloßteig

Die vegane Roulade auf dem Löffel
 Werbung (Erwähnung von Hills Weingut, Verlinkung auf Dinses Culinarium und halt die Gewürzkalenderkooperation)//
 So, heute reiche ich auch nochmal das zweite Kalendertürchen nach.
Vorab sei gesagt, ich wusste, dass es irgendwann ein veganes Gericht geben würde, da eine der Kalenderbauerinnen Veganerin ist, und da liegt es nahe, dass sie auch mal Bock auf nen veganen Löffel hat.

Direkt am 2. Dezember war es dann soweit:


Meine Reaktionskette:

1.: "Hübsch gemacht" (danke hier an die Verfasserin)
2.: "Oh! Calvin and Hobbes!*Liest* *Kicher*
3.: Oh! Schokolade! VEGANE Schokolade!(hoffentlich muss ich damit nicht kochen, ich und Süßkram, nech?)
4. *liest* " Ne muss ich nicht. Aber vegan. Mist"

Das "Mist" ist jetzt nicht etwa so zu verstehen, dass ich der veganen Küche grundsätzlich abgeneigt wäre, im Gegenteil: Ich empfinde tierloses Kochen als eine spannende und durchaus inspirierende Herausforderung, und es gibt echt tolle vegane Gerichte.

Nur...

...drei Tage vorher war Markt und ich hatte nen ganzen Bauernhof im Kühlschrank: Lamm, Ente, Huhn, Wachtel, Hirsch, Kalb. Dazu Eier, Käse und die geile Butter vom Markt.

Aber es half ja nichts, nich? Und außerdem hatte ich ebenfalls eine frische Kiste mit Biogemüse bekommen. ALSO!

Ich war also völlig motiviert, bis ich das ergänzende  Türchen des Gewürzkalenders öffnete:


Äh.. What? Das Erste was mir in den Sinn kam, war: Bowle.
Aber ein erlesenes veganes Essen wäre das ja nicht.

In meiner Ratlosigkeit tat ich ersteinmal das Naheliegenste: Ich aß, zusammen mit FREUND, den veganen Schokoriegel auf (der SEHR lecker war, bitte mehr davon:)), und plötzlich, voller Energie durch die Nüsse im Riegel, fiel es mir wie Tofu von den Augen! DAS würde geil werden! UMAMI, knusprig, reichhaltig, lecker: Die vegane Roulade!


Basis ist erstmal ein veganer Kloßteig: Kartoffeln gekocht, durch ne Kartoffelpresse gedrückt, mit Kokosöl und Kartoffelstärke abgebunden, bis der Teig nicht mehr klebt. Aus Chinakohlblättern wird der Strunk rausgeschnitten, sie werden blanchiert und auf den ausgerollten Kartoffelteig gelegt. Das verhindert, dass die Füllung nachher während des Backens durch den Kloßteig durchsifft, außerdem hat Kohl auch Umami.

Die Füllung wird mit in Kokosöl angeröstetem Tomatenmark (umami), Zwiebeln (umami) und  Pastinaken (Geschmack) und etwas Sojasauce hergestellt, sowie mit einer Beerenauslese abgelöscht.


Ich empfehle hier die Beerenauslese vom Weingut Hill , die  passt super und gibt genau das richtige Maß an Süße, Säure und Frucht dazu. Ich wollte da nämlich keinen Industriezucker reinhauen, Honig ist nicht vegan und so nen Quark wie Agavendicksaft oder Reissirup kommt mir nicht ins Haus.

Die Soße ergänzt man dann mit etwa einem halben Tl Glühweingewürz, lässt sie reduzieren und streicht das Ganze auf den Kartoffelteig mit den Kohlblättern. Das sieht dann SO aus:


Zusammenrollen, bei 200° in den Ofen, bis die Oberfläche braun und knusprig ist und dann rausholen und in Scheiben schneiden.

Fazit: SAULECKER!

FREUND (DER Fleischi vor dem Herrn): "Also, wenn das SO schmeckt, dann können wir öfter vegan essen!"

Das sagt doch schon alles, oder?



Vegane Roulade mit Glühweingewürz

Für4 Personen (Hauptgericht):

Teig:
1kg Kartoffeln, geschält, gekocht, durch Kartoffelpresse gedrückt.
2 EL Kokosöl
Kartoffelstärke
Muskat
Salz

6 große Chinakohlblätter

Soße:
5EL Tomatenmark
1 mittlere Pastinake (Geschält, gewürfelt)
3 Küchenzwiebeln (geschält, gewürfelt)
1Tl Kokosöl 
3 EL Sojasauce
2 Zehen schwarzer Knoblauch 


Zubereitung:
  1. Kartoffelteig mit Kokosöl mischen und solange Kartoffelstärke einkneten, bis sich ein geschmeidiger, nicht klebender Teig ergibt. Mit Muskat und Salz würzen. Teig auf einem Brett mit etwas Mehl 1,5cm dick ausrollen.
  2. Den Strunk aus den Chinakohlblättern rausschneiden. Blätter in kochendem Wasser blanchieren, abtropfen lassen, gleichmäßig auf dem Teig verteilen und andrücken.
  3. In einer Pfanne Zwiebeln, Tomatenmark und Pastinaken anbraten, Sojasauce, Knoblauch und Glühweingewürz dazugeben. Mit 150m Beerenlese ablöschen, reduzieren lassen und den Vorgang mit dem restlichen Wein wiederholen.
  4. Masse auf den Teig ausstreichen.
  5. Vorsichtig zusammenrollen, die Enden schließen.
  6. Im Ofen bei 200° Umluft solange backen, bis die Oberfläche braun und knusprig ist.
  7. Aufschneiden und direkt servieren. Dazu passt Apfelrotkohl.

*Tüdellüü*
Wren


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Habe bitte etwas Geduld, bis dein Kommentar erscheint, ich moderiere selbst:)
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (http://wrewo.blogspot.de/p/datenschutz.html) und in der Datenschutzerklärung von Google.