Freitag, 1. Dezember 2017

1.Kalendertürchen: Lebkuchenpraline mit weißer Szechuanpfeffer-Kuvertüre und kandierten Mandarinenschalen [Future TASTers Training]

Ein gelungener Auftakt zur Adventszeit

Werbung*// Da ist er also, der Dezember. Das erste Türchen des lesergebastelten The-Taste-Trainingskalenders öffnete sich heute: 


Ein hübsch verpackter Umschlag, ich bin ja immer noch ganz hin und weg, wie viel Mühe sich die Leute gemacht haben! Schauen wir mal rein!


Da ist sie, die Aufgabe für heute! Weiß auf rot, passend zur Weihnachtszeit. Und auch, wenn man das Gewürz nicht sofort erkennen sollte, wird man hier nicht allein gelassen, denn der Karte lag noch ein Miniminiumschlag mit der Lösung bei:


Ich muss da ehrlich sagen, dass das ziemlich nett ist, denn ungemahlener Pfeffer ist nicht jedem bekannt, wobei dieser schon sehr charakteristisch ist und nichtmal ein echter Pfeffer, aber dazu später mehr.

Nun hab ich ja Gestern davon geredet, dass es da noch einen Zusatz zum Leser-kalender gibt, hier ist er:


Bei der Unterstützung handelt es sich um den Gewürzkalender der Firma Pfeffersack&Soehne, der im November bereits ausverkauft war. Herr Dinse von Dinses Culinarium  überließ mir einen der begehrten Kalender zu Kooperationszwecken (deswegen gibt es hier eine Werbungsmarkierung), was ich sehr großartig finde, vielen Dank! Es ist ja nun kein Geheimnis, dass ich den Delikatessenladen großartig finde, und eine Zusammenarbeit mit solchen Experten kommt für mich quasi einem kulinarischen Ritterschlag gleich.

Zurück zum Kalender: In jedem kleinen verkorkten Gläschen steckt ein feines Gewürz für den jeweiligen Tag. Das Gute daran: Man sieht nicht auf dem ersten Blick, was drin ist. Das geht mir ja bei vielen Adventskalendern auf den Zeiger: Da steht hinten der gesamte Inhalt aufgelistet, wo bleibt denn da die Überraschung? Die ist hier gegeben.

Was war also heute drin, im Gewürzkalender?


Das Gewürz: Weihnachtsbäckerei. Toll der kleine Aufsteller mit Beschreibungen der Gewürze und Rezeptvorschlägen, echt nett gemacht.

Es ergab sich also für die heutige Aufgabe folgendes Gesamtbild:


"Weihnachtsbäckerei" mit all den typischen Gewürzen und halt der Szechuan-Pfeffer. Diesen kennt man ja eigentlich aus der asiatischen Küche. Er schmeckt aufgrund seiner zitronigen Anklänge (der Szechuan ist nämlich, wie auch der rosa Pfeffer, garkein echter Pfeffer, sondern ein Verwandter der Zitrusgewächse) auch super in Desserts, natürlich gemahlen. Ihm fehlt diese durchdringende Pfefferschärfe. Statt dessen kribbelt er im Mund, ähnlich wie Kohlensäure und hat eine "helle" Schärfe. Das heißt, dass man ihn gut mit allerlei Gewürzen kombinieren kann.

Für mich war jedenfalls recht schnell klar, dass die Kombi nach Gebäck schreit. Nach weihnachtlichem Gebäck, nach Lebkuchen. Da ich aber kein besonders großer Süßschnabel bin, habe ich den Zucker weggelassen und ein paar Datteln reingehackt. Auch das geschmacksneutrale Mehl fiel raus und wurde durch Haselnuss und Mandeln ersetzt. Statt Zitronat und Orangeat habe ich frische Biozitronenschale genommen und etwas Mandarinenschale zur Deko und für den "Chrunch" kandiert:



Was ich noch brauchte, waren fünf Eiweiß. Und ich muss ganz ehrlich sagen, wenn ich viele Eiweiße brauche, nehme ich mittlerweile gerne das pasteurisierte von Pumperlgsund. Es ist einfach praktisch und bequem: So habe ich keine tausend Eigelbe die ich schnell verarbeiten muss, und das pasteurisierte Eiweiß ist auch nicht salmonellenanfällig (für mich als in der Hinsicht sehr vorsichtiger Mensch eine Sorge weniger). In der Flasche sind 16 Eiweiße drin und so eine Pulle kostet knappe 10 Euro. Nicht ganz günstig, aber für 16 Bioeier zahle ich auch knapp 9 Euro und Bioeier sind bei Pumperlgsund auch drin, also habe ich hinsichtlich der Qualität keinen Nachteil. Die Eigelbe gehen dort übrigens an Bäckereien, somit wird nichts weggeworfen. Für so weihnachtliche Großbackaktionen durchaus zu empfehlen, im Alltag aber zuviel Plastikmüll der drch die Flaschen anfällt.


Das Gesamtergebnis der Backaktion sieht jedenfalls elegant aus, schmeckt super weihnachtlich und ist darum, wie ich finde, ein gelungener Start in die Weihnachtszeit. Hier nun das Rezept, welches für 12 große Lebkuchen oder knapp 30 Pralinen reicht (wie du magst):





Lebkuchenpraline mit weißer Szechuanpfeffer-Kuvertüre und kandierten Mandarinenschalen
Zutaten (für 12 große Lebkuchen, oder 30 Pralinen)

Kandierte Mandarinenschalen:
Die Schale von 2 großen oder 4 kleinen Mandarinen (in Streifen, ohne das Weiße, das schmeckt bitter)
150ml Wasser
300g Zucker

Lebkuchen:
100g gemahlene Haselnüsse
100g gemahlene Mandeln
50g gestiftelte Mandeln
100g Datteln
5 Eiweiß
1 Eigelb
Vanillemark einer halben Schote 
1 Teelöffel Lebkuchengewürz
1Teelöffel geriebene Zitronenschale
1Tl Backpulver

Kuvertüre
Szechuanpfeffer gemahlen (nach Belieben)
200g weiße Schokoladenkuvertüre
1/2 Teelöffel Kokosöl


Zubereitung:
  1. Mandarinenschalen in einem Topf mit kochendem Wasser geben, 30 Sekunden köcheln lassen und dann durch ein Sieb abgießen (entfernt Bitterstoffe)
  2. Zucker und Wasser für die kandierten Schalen in einem Topf unter Rühren erhitzen, bis der Zucker sich gelöst hat. Schalen dazugeben. Bei geringer Hitze 20 Minuten köcheln lassen.
  3. Für die Lebkuchen die Datteln und die gestiftelten Mandeln in einer Küchenmaschine zusammen zerkleinern. Alle Zutaten bis auf das Eiweiß vermengen. Das Eiweiß steif schlagen und unter die Masse heben.
  4. Die kandierten Schalen vom Herd nehmen. Den Sirup durch ein Sieb in ein Gefäß gießen (ergibt tollen Orangenzucker. Vorsicht! Der Sirup ist sauheiß) Die Schalen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 80°C im Ofen bei Umluft etwa 10 Minuten trocknen. Die Schalen lassen sich jetzt leicht voneinander lösen.
  5. Aus der Lebkuchenmasse Pralinen oder flache Fladen formen und im Ofen bei 180°C etwa 20 Minuten backen (Auf Bräunungsgrad achten!). Rausnehmen, abkühlen lassen.
  6. Kuvertüre im Topf mit Kokosöl bei geringer Wärmezufuhr schmelzen, Pfeffer untermischen. Die Pralinen zur Hälfte mit Kuvertüre überziehen (eintunken), mit Mandarinenschalen verzieren und kurz im Kühlschrank festwerden lassen.

Guten Appetit! 

Das wäre das Rezept für heute. Wie hat es dir gefallen? hättest du eine andere Idee zum Türchen gehabt? Was war heute in deinem Kalendertürchen? Lass es mich wissen!

Morgen wird es leider kein Rezept geben, da wir auf der Weihnachtsfeier meiner Familie väterlicherseits sind, bereits um fünf Uhr morgens losfahren und erst am Sonntag wieder kommen. Dafür gibt es Sonntag dann aber direkt zwei Türchen!

*Tüdelüü*

Wren

*( Werbungsmarkierung, da der Gewürzkalender von Dinses Culinarium gesponsort wurde und ein Produkt von Pumperlgsund im Beitrag genannt wird)



Kommentare:

  1. Haha! Guter start in den Kalender! Bin schon gespannt was du aus den nächsten Tagen machen wirst ;-)
    In meinem Kalenderchen war Sheasahne drin, also nichts zum Essen sondern zum eincremen!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank! Sheasahne klingt auch gut:D
      Wren

      Löschen

Habe bitte etwas Geduld, bis dein Kommentar erscheint, ich moderiere selbst:)
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (http://wrewo.blogspot.de/p/datenschutz.html) und in der Datenschutzerklärung von Google.