Freitag, 27. Oktober 2017

Kaninchen-Schmortopf mit Blue Ballet und BY SUSANN-Pflaumenchutney


Werbung*// In der letzten Woche erwarb ich auf unserem Wochenmarkt ein ganzes Kaninchen, komplett mit Beinen, Kopf, Herz und Nierchen.
Und was böte sich da anderes an, als ein Schmortopf um dieses Tier zu ehren?

Zunächst habe ich das Kaninchen zerlegt.
 Das war schwierig, denn ich habe kein vernünftiges Messer. Also, ich habe schon ein Haiku von Chroma, aber es ist zu lang, liegt mir nicht gut in der Hand und ist zu leicht, was dazu führt, dass ich mich beim Kochen verrenke, und wenn es um Arbeiten geht, die ich noch nie gemacht habe, wie das Zerlegen eines Kaninchens, dann wird es doppelt schwer. Letzten Endes habe ich es aber geschafft, und es landeten Keulen und Rücken in der Pfanne.


Die Reste des Kaninchens wurden aber nicht etwa weggeworfen, weit gefehlt! Aus dem restlichen Kaninchen habe ich einen formidablen Fond gekocht, mit
 3 Zwiebeln,  1 Zweig Rosmarin,  2 fein gewürfelten Pastinaken, 2 Knoblauchzehen und  2 fein gewürfelten Karotten. Dann 2 Liter Wasser drauf. Der köchelte anderthalb Stunden vor sich hin und bildete später die flüssige  Grundlage für das Schmorgericht. Die Leber habe ich ja neulich schon vorgestellt, eine feine Sache!

Bezüglich des Schmortopfes muss ich zugeben, dass ich etwas geschummelt habe, denn ich besitze keinen solchen. Außerdem musste ich zwischendurch in die Uni und  ein alter, laufender Herd ohne Beaufsichtigung muss in einem alten Fachwerkhaus nun wirklich nicht sein

Aber wer kann, der macht, und so habe ich die Kaninchenteile fein mit  1 EL Butter, etwas Knofi (eine Zehe)  und  2 Zwiebeln in der Pfanne angeschmort, mit  150 ml Portwein abgelöscht und im Slowcooker mit allerlei Gewürzen (Zimt, Lorbeer, Nelken Salz, Pfeffer) und mehr Zwiebeln(400g in Ringe geschnitten) weiteren 300ml Portwein und 200ml Rinderfond (der macht etwas Geschmack ans Kaninchen) 6 Stunden köcheln lassen.


Star des Tages war aber irgendwie der Blue Ballet. Blue Ballet, das ist kein betrunkener Tänzer, sondern ein höchst dekorativer Kürbis mit blaugrauer Schale, der fast zu schön zum essen ist, aber eben nur fast.


Denn aufgeschnitten offenbart der mit Schale verzehrbare blaue Kürbis sein knallorangenes Fruchtfleisch, welches nussige Noten hat und einfach nur perfekt für Schmorgerichte und Suppen ist. Da stinkt der Hokkaido mal ganz gewaltig gegen ab.

Ich habe den blauen Ball gewürfelt und in den reduzierten Fond geworfen. Da köchelte er dann mit dem ausgelösten Kaninchenfleisch aus dem Slowcooker und der Soße aus selbigen schön weich.


Und ganz zum Schluss, lieber Leser, habe ich dann noch einen Teelöffel des großartigen By Susann-Pflaumenchutneys eingerührt. Wer mag, kann nochmal mit etwas Salz abschmecken, das wird aber kaum nötig sein, denn das Chutney hebt das Kaninchen toll an und gibt die richtige Würze, eine Runde Sache!


Das Ergebnis hat sich gelohnt, ein wahres Herbstgericht mit viel Liebe und voller Geschmack.


Ich wünsche euch einen tollen Start ins Wochenende!

Wren



 (*Das Chutney habe ich von der lieben Susann zum Probieren erhalten)

Kommentare:

  1. Ooooh, noch ein mit Schale essbarer Kürbis! :D
    Wo sortiert der sich denn kalorientechnisch ein? Eher beim Hokkaido oder eher beim sonstigen Kürbisgezuppel? Google lässt mich da im Stich. Oder ist es der "Blue Hubbard"-Kürbis? Dann läge er genau dazwischen (50 kcal pro 100g).

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    1. Der hängt kcaltechnisch beim Hokkaido rum, würde mich auch nicht wundern, wenn die irgendwie verwandt sind.Der heißt schon blue Ballet. Ich finde ihn aber viel schmackhafter als den Hokkaido, also lohnt es sich durchaus, den zu testen:)

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