Sonntag, 7. Mai 2017

Was können eigentlich KALE CHIPS?


Wie zwei hypnotisierte Kaninchen standen Freund und ich im Rewe vor den so mega angesagten Grünkohlchips, welche jetzt zwar reduziert, aber mit knapp 2,50 Öcken immer noch  megateuer für die  enthaltene Menge von 35g schienen. 
Nun, aber irgendwann muss ich die ja auch mal probieren, die angesagten Chips, das natürlich grüne Trendfood. Also das Portemonaie gezückt und eine Packung Grünkohlchips von Heimatgut mitgenommen.

Kalechips und ich, der Epos einer Hassliebe

Ich wollte Kalechips auch schon selber machen, mehrere Male. Nie ist es wirklich gelungen, zu oft brannten sie an, oder es brannten die Blattrippen an und der Rest war matschig. ODER, es war gleich alles matschig. Auf jeden Fall stand das zweifelhafte Ergebnis in keinem Verhältnis zum Aufwand.
Vielleicht bin ich ja einfach nur zu doof, die richtig zu machen. Also schauen wir mal, was die Profis  so können.

Das Layout der Verpackung:
Angesagt, weiß grün mit viel Schrift und vielen Versprechen. Ganz voran das Wort NATÜRLICH, dann Vegan, Glutenfrei, viele Proteine, nicht gebacken oder frittiert und natürlich  lieben die Verkäufer auch ihre eigenen Kale-Chips. Nett und sehr, öhm, gesundheitsbewusst. Die Packung maximal mit Luft aufgepumpt, ich vermute jetzt mal einfach, damit die Chips nicht bröseln. Auf etwas Geschmack lässt die Sorte: Sour Cream and Onion hoffen, natürlich Vegan.

Die Zutaten:
Schöne, cleane Zutatenliste: Außer Grünkohl, Cashewkernen, Sonnenblumenkernen, Olivenöl, Apfelessig, Zwiebelpulver, Zitronensaft, Meersalz und Kokosnusszucker ist da nüx drin. Soweit also nix zu beanstanden.

Die Chips: Aussehen, Geschmack, Mundgefühl:


Sind wir mal ehrlich: Furchtbar ästhetisch ist so trocken gedörrter Grünkohl nicht, aber das erwartet ja auch keiner. Die hellen Flecken darauf sind  übrigens die Marinade. Allerdings sahen nur etwa 1/3tel des Packungsinhalts so aus wie auf dem Bild, der Rest war, trotz maximal-Airbag, auf Panadengröße zerbröselt, was bewirkte, dass der Inhalt der Packung in zwei hohle Hände passte, was ja mal garnicht geht. Hier kam dann tatsächlich das Gefühl auf, viel Geld für nichts bezahlt zu haben (Aber auch die Idee, die Chips mal als fancy Panade zu nutzen, das werde ich definitiv weiterverfolgen).

Geschmacklich waren die echt ok, dass muss ich sagen, allerdings hätte ich für den Preis und den Hypegrad mehr "Wow" erwartet, so war es ein bisl Röstzwiebelkonsistenz und auch Geschmack.
Sprechen sollte man während des Essens übrigens nicht, denn die staubtrockenen Fitzel nehmen gerne mal den Weg Richtung Luftröhre und am Superfood zu ersticken ist irgendwie auch zu viel des Guten, ne?

Kalorien:
Man könnte ja jetzt annehmen, dass bei einem solch gesunden Snack auch ruhig doppelt zugelangt werden kann, aber weit gefehlt! SEHR weit!
100 Gramm von diesem Snack haben nämlich Satte 596 kcal, eine Packung also 209 kcal. Das liegt wohl am Fett, welches 17,3g der 35g-Packung ausmacht. Ist also eher nichts für die schlanke Linie.


Fazit:
Viel HUI! um enttäuschend wenig. Die Idee klingt gut, die Umsetzung geht aber besser, denke ich. So bleibt es ein ziemlich kleinvolumiger, teurer Snack mit vielen Kalorien und einem gepfefferten Preis.
Lustig als Mitbringsel, aber ansonsten mein (und FREUNDs) persönliches  Fazit: Kann man essen, muss man aber nicht.

Wie siehst du das? Bist du schon auf dem Kale-Chips-Train raufgehopst? Was hältst du davon?

*Tüdellüüü*

Wren

Kommentare:

  1. Wie, was ... Moment ... die sind auch nicht weniger fettig als normale Chips? Warum dann also Grünkohl? Ich meine, das ungesunde an Kartoffelchips sind ja nun nicht wirklich die Kartoffeln .. o_0
    Ich habe zwar schon etliche Rezepte dafür im Internet herumfitschen sehen, aber die klangen alle nicht gar so fettig und hochkalorisch. Aber ich kann mich auch irren, weil ich zwar Grünkohl als Gemüse mag, jedoch nie so den Megahype verspürte, das Zeug auch getrocknet zu essen.
    Was wir neulich probiert haben waren Bohnenchips. Auch gar nicht mal sooo arg lecker. Okay-ish.
    Fazit: Wenn man Chips will, muss man nach wie vor auch das Frittierfett in Kauf nehmen. :)

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    1. So schauts aus. Mies finde ich echt dass da steht "nicht frittiert" aber da trotzdem eine Kanne Öl drauf ist.

      Wren

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  2. Das ist Geldschneiderei im großen Stil. Ich habe auch eine Packung gekauft, um nachzuprüfen, ob mir ein geschmacklicher Hype entgeht oder meine Ernährung extrem positiv davon beeinflusst wird.
    Nach meiner Auffassung schwimmt das Zeug auf der Veganer-Welle. Also: wer nach einer Kostprobe das Zeug weiterhin kauft, hat entweder zu viel Geld oder keine Ahnung, was gesunde Ernährung ist. Dieses Gemüse-Surrogat-Extrakt zähle ich definitiv nicht zu einem must buy.

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    1. Das fast es im Wesntlichen sehr gut zusammen, liebe Michaela. Vielleicht sind diese Chips unter Veganer ja eine Art Mini-Statussymbol. Clubeintritt gibt es nur mit gedörrten Grünkohlschnipseln zwischen den Zähnen, oder so.

      Wren

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