Mittwoch, 12. April 2017

Vom Genießen und Wohlfühlen, und der Wichtigkeit des Esszimmers


Teppanyaki in unserem Asien- Esszimmer

 „Geselliges Vergnügen, muntres Gespräch muß einem Festmahl die Würze geben.“- SHAKESPEARE

 Werbung//Mit dieser Aussage hatte Shakespeare gewiss Recht. Essen mit Genuss ist eine Frage ALLER Sinne, und das größte, raffinierteste Festmahl mag fad erscheinen, ohne Gesellschaft und die richtige Umgebung, die Genuss und Gemütlichkeit verstärkt. Essen ist emotional, ist Kultur und eine Frage aller Sinne. Das ist im Übrigen auch der  Grund, warum Bilder auf Foodblogs meist so toll aussehen: Es bleibt uns Bloggern eigentlich nur der visuelle Aspekt und die Imagination der Leser, um das Gericht rüberzubringen. Der Leser kann es nicht schmecken, nicht riechen und weiß nichts von der Textur des Essens oder der Umgebung in der das Gericht serviert wird. Natürlich sieht es auf dem alltäglichen Tisch auch bei mir nicht immer so aus, aber da kann ich auch alle anderen Sinne nutzen, um das Essen zu genießen. Foodbloggen ist halt eine Art Kunst,welche Teile der Realität abbildet, aber zugleich andere übertreiben muss (wer legt schon im Alltag kleine Gewürzhäufchen neben den Teller? Oder Blütenblätter?) um die Nachteile des Mediums Computer auszugleichen.

Ich selber bin aber auch ein begeisterter Gastgeber und FREUND und ich haben sehr viel Mühe für die Gestaltung unser Esszimmer aufgewendet, denn die Gestaltung und der Stil  tragen wesentlich dazu bei, wie eine Mahlzeit empfunden wird. Ich habe darum mal im Folgenden ein paar Punkte aufgelistet, die ich wichtig finde, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit, versteht sich:

1.  Bringe Teile von dir selbst ein, aber keine Berge.

Fasszination Japan mit Teeschalen, Haikubuch und Bentobuch

Bambus und Rettich, gibt es  bei Nanuko.de zu kaufen:)

 Ich finde es sehr wichtig, den eigenen Stil mit einzubringen. Das klingt so einfach, aber oft geht man eher danach was man SEIN WILL und nicht was man ist oder wirklich gerne mag. Viele richten ihr Esszimmer danach ein, was grad schick ist und achten nicht darauf, was ihnen wirklich entspricht. Das wirkt dann unauthentisch, oft kalt und nicht gemütlich, was ja eigentlich das Ziel ist, denn im Esszimmer möchte man ja zusammensitzen und sich wohlfühlen. Allerdings  ist es wichtig, wirklich bei TEILEN zu bleiben und nicht alles vollzustopfen. Ich sage da: Mut zur Lücke! wähle bestimmte Dinge, aus, lass Freiräume, gib den Dingen Raum um zu sein und zu wirken.



2. Ein Raum, ein Stil, aber lass den Raum wachsen!

Das Bild ist eines von vielen tollen Motiven von bimago.de
Hast du einen Stil ausgewählt, ist es wichtig, dabei zu bleiben, um  eine gute Stimmung  im Raum zu erzeugen. Da muss aber nicht alles sofort und auf der Stelle perfekt sein. Ein guter Raum darf wachsen, fast wie ein lebendiges Wesen. FREUND und ich haben zum Beispiel fast 2 Jahre gewartet, bis wir über die Kommode oben ein Bild gehängt haben. Ich habe einfach nichts passendes gefunden. Entweder stimmte die Qualität nicht, oder der Preis war wirklich jenseits meines Geldbeutels. Glücklicherweise hat sich dann eine Kooperation mit bimago ergeben, welche sich auf Bilder, Wandbilder und co. spezialisiert haben.

 Ich bin da mal ganz ehrlich: Wäre mir kein Rezensionsexemplar meiner Wahl zum Testen angeboten worden, hätte ich da, trotz der ansprechenden Seite und der großen Auswahl, nicht bestellt. Das liegt aber nicht an Bimago: Ich habe nur  mit Online-Bild-Versand bei anderen Anbietern bisher überwiegend schlechte Erfahrungen gemacht: Entweder war das Bild mega verpixelt oder kam beschädigt an.

Der Service und die Absprachen im Vorfeld bei bimago waren jedoch, im Gegensatz zu meinen bisherigen Erlebnissen, so nett und professionell (die Ansprechpartnerin hieß auch Hanna, was sehr witzig war), dass ich es gewagt, und mir den "Charme des Orients" ausgesucht habe. Die Aufteilung des Bildes und die feinen Striche passen nämlich perfekt zu unserem Asienzimmer sowie zum Beitrag, der mir schon lange im Kopf rumschwirrte.



Sieht doch aus wie gemalt, oder? Das, lieber Leser, liegt daran, dass es tatsächlich gemalt IST. Bimago bietet nämlich für einige Bilder neben der Option des Kunstdrucks in verschiedenen Qualitätsstufen auch die Option "handgemalt" durch echte Künster an. Das stellt zwar einen Aufpreis dar, der aber noch vertretbar ist. Ich habe sowas bei anderen Shops noch nicht gesehen und darum, voller Neugierde, diese Option angeklickt. Dazu kamen dann noch Wandhänger und ein Schutzspray.

Und wie isses nun?
Das Bild war einwandfrei und bombensicher  verpackt: keine Dellen oder Knicke, nichts klebte, nichts war verwischt.
 Was mir super am selbstgemalten Bild gefällt, ist die Struktur und die Individualität des Werkes: es sieht einfach hochwertig aus.


In der Individualität kann allerdings auch ein Problem liegen, denn so ein handgemaltes Bild weicht natürlich von abgebildeten Original im Shop ab, damit muss man einfach rechnen. Mir persönlich waren manche Striche im Vergleich zum Original viel zu dick, was pingelig wirken mag, aber ich habe dieses Werk ja wegen seiner Feinheit ausgesucht.

Ich merkte das dann beim Service an und bekam prompt eine Entschuldigung und die Versicherung, dass dem nachgegangen wird. Das hat mich schon  begeistert, denn wie mit Bloggern, die es "wagen" sich "trotz gesponsorten Produkt zu beschweren"  umgegangen wird, sagt, meiner Meinung nach, viel über Einstellung, Professionalität und Service aus. 10 Punkte also an dieser Stelle für Bimago:).


Mein Fazit? Ich werde hier auf jeden Fall noch Bilder für die restlichen leeren Wände bestellen. Der Service ist schnell, freundlich  und tatsächlich existent (bei so mancher Telefonnummer hängt man ja sonst ewig in der Warteschleife). Das Produkt hält, was es verspricht: schnelle Abwicklung der Bestellung, zuverlässige Lieferung, bombensichere Verpackung. Eine Zierde für jede leere Wand, ich bin sehr zufrieden mit dem Shop. Danke an Bimago, dass mit eurer Hilfe unser Esszimmer wieder ein Stück wachsen konnte


3. Lebendige  Elemente

Handgeklöppelte Klangschale

Lecker Ziegenkäsetaler für das Tepanyaki

Für ein schönes Esszimmer, das Gemütlichkeit und Charme verströmt, halte ich es für essentiell, dass der Raum lebendig ist. Lebendig heißt in diesem Zusammenhang: Produkte von ECHTER Qualität. Also Dinge in denen Handarbeit drinsteckt und die aus Naturmaterialien bestehen. Zumindest ein oder  zwei Elemente sollten sich im Esszimmer finden. Das kann die Tonvase der Großmutter sein,  etwas Selbstgebasteltes, oder auch die Kommode vom Tischler.

Wir haben als lebendige Elemente eine handgefertigte Klangschale sowie eine japanische Kokeshipuppe im Esszimmer.



4. Gutes Essen

Natürlich ist das Essen selber ja auch wichtig, ist es doch Zweck eines Esszimmers. Wir achten auf eine gute Qualität und echte unverarbeitete Zutaten.
Tepanyakigrillen bedient dabei beides: Unseren Faible für Asien, und die Liebe zu einfachen, gutem Essen: Lachsforelle, Iberico, Gemüse, Käse. Gutes kann so einfach sein.






Mach es dir schön!

Deine Wren

Kommentare:

  1. Dass mir Deine Wohnung gefällt habe ich ja schon beim letzten Post darüber (wir erinnern uns: Freude über den Lichtbaum) gesagt. :)
    Ich glaube, ich muss mal meine antik-japanische Tuschezeichnung und den antiken japanischen Holzschnitt fotografieren, die ich im Wohnzimmer hängen habe. Beide auf der Antiquariat in Stuttgart gekauft und jeder davon unter hundert Euro. Beide frühe Mejizeit und wunderschön.
    Ja, so in sachen dekoration hat Japan sowohl die Schönsten als auch die Schlimmsten Sachen zur Gesamtkultur beigetragen. :D

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    1. Ich danke dir! Na los, her mit den Bildern, da werd ich ja glatt neidisch!:)

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  2. Madame Graphisme19. April 2017 um 12:46

    Oh, und ich hab ein Blog für Dich entdeckt: Nur japanische Süßigkeiten! http://wagaaashi.tumblr.com :)

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    1. Oh wie geil! wobei wagaashi ja im speziellen die kleinen Süßigkeiten sind, die man zur Teezeremonie reicht, wenn ich richtig informiert bin *klugscheiß*

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