Mittwoch, 1. März 2017

KAMATAMA UDON (Eier-Udon) - Yummi Japan


Und weiter geht die Reise durch die japanische Küche! Kamatama-Udon (Die Zutaten dafür siehst du oben) haben ihren Ursprung im Westen Japans und sind so einfach zuzubereiten, wie sie für uns ungewohnt sind.

Nun wirfst du vielleicht einen Blick auf das Bild oben und denkst in etwa sowas:

" Mmm, also ich sehe da getrocknete Udonnudeln, 1 Ei, Frühlingsszwiebeln und Sojasauce, also was genau ist daran ungewohnt?"

Ich sags dir: Die Zutaten sind ja nichts außergewöhnliches, allerdings die Zusammenstellung! Das Ei wird nämlich nicht gebraten, sondern roh wie die Henne es schuf, unter die gekochten noch heißen Udon untergerührt und  mit  der Sojasauce und den Frühlingszwiebeln getoppt.


Wenn du jetzt irgendwo  zwischen "Ach so" und "uääähhh" bist, da war ich auch.
ABER ich war auch neugierig, denn dieses Gericht kenne ich aus diversen Anime. Also tat ich, was getan werden musste, ich kaufte frische Eier, also RICHTIG frische. Quasi dem Huhn frisch unterm Hintern weggelupft (ja ich bin ein kleiner Salmonellen-Hypochonder). 

Udon hatte ich noch. Dabei handelt es sich übrigens um eine dicke Nudelsorte aus Weizenmehl, die ihren Ursprung in Japans Westen hat und dort zunächst aufgrund Ihrer Länge (je länger desto edler)und ihrer weißen Färbung von wohlhabenderen Japanern verzehrt wurde, genauso wie Reis im Übrigen, denn früher war in Japan Reis eher knapp (begrenzte Anbaufläche, fehlender Import) und von daher ein edles Essen der wohlhabenden Bevölkerungsschicht. Der einfache Bauer aß Gemüse und Buchweizen. Udon ( und ihr Shirataki-Pendant) lassen sich relativ schlecht mit Stäbchen greifen wenn man das nicht gewohnt ist, denn sie sind recht glitschig. Udonessen mit Freunden ist darum immer ein Spaß *Grins*

Jedenfalls zum Gericht selbst: Total lecker, das Ei mit der Sojasauce ist eine Verbindung, die mit Sicherheit von allen Kami abgesegnet wurde. Es entsteht dabei eine Art sämige sahnige Sauce, der man überhaupt nicht anmerkt, dass ihre Basis ein rohes Ei ist.

Ganz klar wurde hier ein kulinarischer Stein in Gold verwandelt. Und ganz ehrlich? Mit Shirataki-Udon gibt es wohl kaum ein Gericht, dass LOW-Carbiger ist, oder? 



Kamatama-Udon

Zutaten (für 2 Personen):
200g getrocknete Udon (oder Shirataki-Udon)
2 sehr frische Eier
2 EL helle Sojasauce
2 Handvoll Frühlingszwiebeln (nur das Grüne, in Ringe geschnitten))

Zubereitung:
1. Nudeln nach Anweisung kochen
2. Fertige Nudeln auf zwei Schalen verteilen, je ein Ei reinschlagen und mit einem Stäbchen gut mit den Nudeln verquirlen.
3. Sojasauce und Frühlingszwiebeln rübergeben und servieren.


Ein tolles, schnelles Gericht für einen warmen, zufriedenen Magen!

Mach es dir schön!
Wren


Kommentare:

  1. Das könnte meine Shirataki-Woche-des-Zorns aufs Vortrefflichste auflockern! Danke für die Anregung. :)

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    1. Huhu! joa, macht auf jeden Fall satt:) Du mit dem Eiweiß schau nochmal bei dir, ich glaube eine Woche mit Sport und so wenig EW trägt eher noch zur Frustration bei.

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  2. Frage: Haben Sie sich ein japanisches Kochbuch zugelegt? Mich würde die Quelle interessieren. Das sieht hier wirklich alles sehr sehr gut aus.

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    1. Nicht nur eines Herr Mim, nicht nur eines. Ich kann, nach ausgiebiger Recherche, folgende Bücher sehr empfehlen:
      Für Anfänger und Einsteiger:
      1. "Die japanische Küche" von Kimiko Barber
      tolle Einführungen zu den Grundzutaten und der Historie, sowie typische Rezepte.

      2.Lonely planet food: So schmeckt Japan- Authentische Rezepte und Geheimtipps aus erster Hand.
      Ein großartiges Kochbuch mit Rezepten aus ganz Japan, mit einer kleinen Geschichte zu jedem Rezept. Hierher stammt auch das GRundrezept für die Udon. Ich habe die Mengen etwas angepasst.

      Und wenn sie dann noch Lust haben auf etwas Japan-Fusion, empfehle ich:
      Tokio Die Kultrezepte von Maori Murota
      sowie
      Japanisch Kochen ganz easy von Harumi Kurihara

      Wren

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    2. Danke. Das schreibe ich mir gleich mal zur Seite. Das sind gute und wertvolle Tipps. Vielen Dank.

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    3. Sehr gerne, man muss ja nicht alles selber machen:). Ich habe auch verschiedene Läden für die schwer erhältlichen Zutaten die dabei sind, getestet und kann diesen nur empfehlen:
      http://www.nanuko.de/
      Gute Preise, 1A-Verpackung, netter Service.

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