Donnerstag, 5. Januar 2017

Orientalische Spitzpaprikaboote mit Hack und Harissa [Low Carb]


Eigentlich wollte ich dieses Gericht "Nordafrikanisch gefüllte Spitzpaprikaboote" nennen, fand das aber nach genauerem Nachdenken nicht politisch korrekt (und glaubt mir, der Einfall war ohne Hintergedanken und völlig Unschuldig: FREUND meinte , als er die fertigen Paprika sah: "Oh die sehen ja aus wie kleine Boote" und ich hab dann halt geschaut wo das Harissa ursprünglich herstammt, naja, worauf man heute so achten muss.. nichts für ungut;)). Tatsächlich kennen wir die scharfe Würzmischung mit Chilli, Koriandersamen, Knoblauch und Salz hauptsächlich aus dem nordafrikanischen Raum, ursprünglich kommt sie aus Maghreb. Nun arbeitet die orientalische Küche ja aber auch mit Koriander und Knoblauch, daher der Namensumschwung. 



Wie auch immer man dieses Gericht nun nennen mag, lecker ist es auf jeden Fall: Die Süße der Paprika und der  milde Raclette-Käse ergänzen sich super mit der scharf-würzigen Hackmischung , die dank des Harissas, zusätzlichem Knoblauch und Tellichery-Pfeffer richtig Feuer unterm Hintern bekommt. Das Geheimnis für eine fluffig-saftige Füllung ist dann aber der ganze Becher Creme-Double, der unters Hack kam. So ist die Schärfe der Harissamischung zwar spürbar aber brennt nicht unangehm nach und das Fleisch ist nicht trocken sondern schön saftig. 


Die tollen Spitzpaprika gab es bei Rewe im Angebot, klar dass ich da zuschlagen musste, bei den Farben! 
Ansonsten habe ich es Vorgestern tatsächlich geschafft, mich bei uns im Schwimmbad anzumelden, denn dank Träger kostet eine Jahresmitgliedschaft dort nur 70 Euro, was ja eigentlich ein Traum ist. Nun muss ich nur noch schwimmen gehen, was ich wohl Morgen umsetzen werde. Gestern kamen unsere neuen Wohnzimmermöbel an, da war Aufbauen angesagt, und heute hatte ich ein Treffen mit Kommilitonen zwecks einer Präsentation. Immerhin sehe ich zu, dass ich jeden Tag rausgehe und meinen müden Hintern ein paar Runden um den Block schaukel, was ja nun besser als nichts ist, oder? Schmerzen habe ich Rückentechnisch jedenfalls keine mehr, egal was ich mache, und vielleicht kann ich diese miese Bandscheibenvorfallsache nun als Warnschuss meines Körpers abhaken und in Zukunft einfach auf mehr Bewegung und eine gesündere Sitzhaltung achten.


Was ich halt sagen muss, ist, dass man mit so einer Diagnose echt allein gelassen wird. Tipps zum alltäglichen Umgang und Vorbeugung eines Rückfalls sind schwer zu bekommen und so genau scheint auch keiner zu wissen, was man da machen kann, außer generell "Bewegung". Hoffen wir das Beste, ich will den Kram nicht nochmal haben.

Für euch aber nun ersteinmal das Rezept für die Paprika zum Nackochen, viel Spaß!

Orientalische Spitzpaprika mit Hack und Harissa


Zutaten (für 2 Personen):
4 Spitzpaprika

500g Hack gemischt
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Becher Creme Double
2 Tl Harissa-Gewürzmischung
1/2 Tl Paprikapulver Edelsüß
Salz/Peffer

8 Scheiben Raclette-Käse

Gemüsebrühe

1. Paprika waschen und auf einer Seite längs aufschneiden, so dass ein "Boot" entsteht. Kerne vorsichtig entfernen.
2. Zwiebeln und Knoblauch hacken, mit dem Hackfleisch, den Gewürzen und der Creme gut vermischen. In die Paprikaboote füllen.
3. In eine Auflaufform so viel Gemüsebrühe füllen, bis der Boden gerade bedeckt ist. Es geht einfach darum, dass die Paprika nicht anbrennen und in etwas Flüssigkeit schmoren können. Paprikaboote hineinlegen
4. Bei 180-200° Umluft etwa 35 Minuten im Ofen schmoren lassen.
5. Käsescheiben auf die Hackmasse legen und 5 Minuten  überbacken lassen.
6. Anrichten. Ich habe noch ein wenig mit Knoblauchmayo garniert. Es eignet sich aber auch eine scharfe Soße auf Tomaten oder Chillibasis.



Mach es dir schön!

Deine Wren

Kommentare:

  1. Hey-Ho!
    Ich hab da mal eine Kochanfrage ... Was kann man denn als Low-Carb-Lebender mit einem Sandwichmaker noch anfangen? Ich habe das Ding früher geliebt - und heute wiedergefunden. Mir tut´s darum leid, weil so Käsetoast mit Gemüse immer genial war. Fallen Dir Alternativen ein?

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    1. Huhu! Uff.. gute Frage. Du könntest versuchen, nen Lowcarb-Brot zu Sandwichtoasten, aber ob das klappt.? Ich würde es mal so probieren: 125g gemahlene Mandeln, 1Ei und 200g Gratinkäse und 1/2 Packung Backpulver vermischen und auf einem Blech aussstreichen. bei 180° so 15 Minuten backen bis es leicht braun ist. abkühlen lassen. In Brotgroße Stückn schneiden und mit Käse zwischen mal Sandwichtoasten. Dieses Fladenbrot könnte von der konsistenz her geeignet sein, es darf nur nicht zu dick oder dünn sein.lizza-pIZZA (gibts im Internet und im Rewe) könnte auch noch was sein, so roh belegt und getaostet Ansonsten sehe ich da schwarz für einen SANDWICHTOASTER.

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    2. Der Mandel-Käseteig klingt nach einer Idee! Da muss ich nächste Woche mal Reibekäse mitnehmen und testen.
      Der Sandwichmaker ist auch beschichtet, da macht es nichts, wenn der viele Käse Amok läuft. :D
      Danke Dir!

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  2. Das ist ne gute Idee, Spitzpaprika liegt hier noch rum. Hackfleisch leider nicht, Mist, morgen ist Sonntag. :(
    Aber dann!!! Danke! :)

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    1. Du, Rewe und Co haben doch mindestens noch bis 9 oder 10 auf? Dann mal los,sonst ist Montag die Paprika schlecht!

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