Montag, 2. Januar 2017

Holy Chicken- Die 5 besten Tipps für Hühnchengerichte!


Da ist sie wieder, die Zeit der guten Vorsätze, und all zu oft ist es der Wunsch, ein paar Kilos abzuwerfen. Das ist dann die Stunde des Hühnchens, oder besser: Die seines Brustfilets. Denn Hühnchenbrustfilets gelten als proteinreich und zugleich kalorienarm, und so wird das Filet gehäutet und fein angebraten mit Gemüse serviert. Und DAS lieber Leser ist so ziemlich die SCHLIMMSTE Art und Weise, wie man Hühnchen essen kann und vom Vergleich her etwa so, als würde man die Schale der Kartoffel roh verzehren und die Kartoffel selbst wegwerfen. Diese Unart, unser liebstes Geflügel zuzubereiten, ist im Übrigen auch der Grund, warum es bei vielen Menschen als fad und trocken gilt. Wie du alles aus deinen Hühnchen rausholen kannst? Hier die 5 besten Tipps von mir für dich, und natürlich für das Hühnchen!

1. Nicht immer nur auf die Brüste gucken!
Ich mein, hast du dir schonmal so ein Masthähnchen angeguckt? So ein Vieh hat einfach zu dicke Brüste! (oh Gott auf die Verlinkungen bin ich gespannt ;)) Und zwar sind diese so fett gezüchtet, dass ein schlachtreifes Huhn nur noch beschwerlich laufen kann und droht, vorne über zu kippen. Außerdem ist es zu schnell gewachsen und das Fleisch somit grobfaserig und trocken. Jetzt könnte man meinen, bei einem Biohuhn wäre das anders. Ist es aber nicht! Dieses Huhn kann zwar laufen aber nicht fliegen, was die Brustmuskeln trainieren und sie etwas zarter machen würde. Flugmuskeln sind zudem generell fettarm, und wo kein Fett da auch kein Umami und da schnell trocken.
Hähnchenbrust wird auch dann nicht vernünftig zart, wenn man die Haut dranlässt, es mit Bacon umwickelt, und in Soße ertränkt. In Currygerichten oder Sahnesoßen, wo es zerstückelt längere Zeit schwimmt, GEHT es. Im Salat  verleihen Hähnchenbruststreifen dem Ganzen etwas Bissfestigkeit, aber Geschmack? Naaaaaa...Ne.  
Ach, eigentlich will ich sagen: vergiss die Brust, bitte. So ziemlich jedes Teil am Hühnchen ist besser, ehrlich.

2. Her mit den zarten Schenkeln!
Das Beste am Huhn sind tatsächlich seine Schenkel, und zwar genauer gesagt, die Oberschenkel. Ich finde die sogar mittlerweile bereits ab und an ausgelöst im Supermarkt.  Diese (die Haut bitte dranlassen!) mit Bacon umwickelt aus dem Ofen oder in sämtlichen Hühnchengerichten eingesetzt, sind ein Traum: Gut trainiert und mit einem sehenswerten Fettanteil, werden die Schenkel perfekt zart. Ich koche eigentlich nur noch mit Hühnchenoberschenkeln. Da kann man echt was reißen. Viele Leute wissen garnicht, dass Hühnchen so zart sein kann.

3. Kräftig würzen
Huhn verträgt supergut richtig dolle Gewürze, was man ihm garnicht so sehr zutraut. ABER: Es gibt da ein Rezept für ein Huhn mit 100 Knoblauchzehen. Ich kann dir sagen, ich habe das Rezept ausprobiert, und man schmeckt das Huhn durch all den Knoblauch noch durch, es überdeckt jedoch den Geschmack nicht, sondern ergänzt ihn durch seine spezifische Süße. Nenne mir irgendeine andere Fleischsorte, die das noch kann! Also gut würzen, mit Koriander, Knoblauch, Zwiebeln und Ingwer. Italienische Gewürze sind ein Klassiker, aber irgendwie schon ausgelutscht, wie ich finde. Indisch ist auch super, aber nicht jedermanns Sache.

4. Qualität
Eigentlich klar, dass auch beim Hühnchen auf die Qualität geachtet werden sollte. Ein 3-Monatsmasthähnchen schmeckt auch so, und ich wette mit dir, wenn du mir Fleisch von einem Hühnchen servierst, das mit Fischmehl gefüttert wurde, schmecke ich das raus (gilt auch für Eier). Das heißt nun nicht, dass man gleich Biohühnchen kaufen sollte, denn die werden auch nicht immer gut gefüttert und ich hatte schon so manches Exemplar, das war so krass abgemagert dass ich auch gleich auf eine Schuhsohle hätte beißen können. Der Trick ist, darauf zu achten, Hühnchen von Höfen aus der Region zu kaufen, die keine Massenbetriebe sind. Gibts auch im regulären Supermarkt, kostet zwei Euro mehr, aber schmeckt halt auch besser. Im Übrigen möchte ich die Gelegenheit hier gleich mal nutzen, um mit einem beliebten Mythos aufzuräumen der mit gewaltig auf die Nerven geht: 

DEM ANTIBIOTIKAHÄHNCHEN
Solche Hähnchen GIBT.ES.NICHT:
Wenn du dein Hühnchen nicht gerade roh aus der Packung kaust, ist die Chance  gleich null, dass du Antibiotika aufnimmst, denn selbst wenn im Fleisch noch Reste vorhanden sind (was unwahrscheinlich ist, weil Antibiotika sich nach 3 Tagen komplett abbauen und zudem die Kälte in der Kühlabteilung nicht vertragen) werden diese durch kurze Erhitzung auf über 40 Grad komplett zerstört. Das eigentliche Problem sind resistente Bakterien AUF dem Fleisch, was aber durch gute Hygienemaßnahmen bei der Verarbeitung umgangen werden kann. Angesichts der generellen Salmonellengefahr ist das eh ratsam. Was das heißt?: Nicht mit demselben Messer und Brett rohes Hühnchen und zugleich andere Zutaten verarbeiten. Des Weiteren: Saubermachen und Hände gründlich waschen, Fleisch durchgaren.

5. Brathähnchen selber würzen
Schmeckt besser als fertig Gewürztes:
2 El Salz
1 El mildes Paprikapulver
1 Messerrspitze Zimt
1 Messerspitze Pfeffer
2 El Rapsöl...

...vermischen und das Huhn damit einreiben vor dem Ofen (also nicht räumlich vor dem Ofen, sondern bevor du es reinschiebst, is klar oder?).



 Wenn du das alles beachtest, dann heißt es auch für dich bald:

"Winner, Winner: Chickendinner!"

Mach es dir schön!

Deine Wren



Kommentare:

  1. Vielen Dank, hab ich Kochanfänger doch wieder was gelernt! :)
    Zimt?! Okay. Ma gucken. :)

    Äh... neuerdings sind ja deine Artikel kursiv gesetzt. Das verleitet mich immer, den Kopf ein bisschen schräg zu drehen, bis mir auffällt, wie bescheuert ich bin. oO Ich würd mir "kein kursiv" wünschen. *Dackelblick aufsetz*

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    1. Huhu:D,
      Kein Ding!
      Ja Zimt ist großartig zu Geflügel, probiere das ruhig mal aus!. Mmm ich dachte kursiv wäre es hübsch, aber wenns besser zu lesen ist, setze ich es wieder zurück^^

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