Dienstag, 15. November 2016

Kabeljau-LACHSburger mit Mandel-Käse-BUN, Kürbisketchup, Bierlikörzwiebeln, Dill-Mayonaise und Zwiebelchutney (Low Carb) [LACHSspecial-sponsored by Fisch aus Norwegen]



Kann Spuren von WERBUNG enthalten//" [...] Als Echo zärtlich in den wohlriechenden Kloß biss, geschah etwas wirklich Verblüffendes. Die ganze Welt um ihn herum verschwand, das Laboratorium samt Eißpin hatte sich - nein, nicht in Luft, sondern in Wasser aufgelöst! Er spürte es am ganzen Leib, sah Luftblasen vor seinen Augen aufsteigen, dicke graue Bachkiesel unter sich und große, fette Lachse, die neben ihm schwammen.[...] Und dann wusste er mit einem Mal, dass er  ein Lachs war[...]"
Aus:Walter Moers; Der Schrecksenmeister.

Das Lachsfilet, welches ich für die Lachsburger verwendete, stammt zwar nicht von den zamonischen Lachsen aus Vielwasser, aber ich kann (und möchte)  mir durchaus vorstellen, dass auch der verwendete Lachs von Fisch aus Norwegen, ,ähnlich seinem fiktiven Verwandten aus Moers kulinarischem Märchen, derart glücklich ist, dass man ihn in den Vollmondnächten lachen hören kann, wenn er aus dem Wasser dem Mond entgegen springt. Das Wasser dürfte zumindest ähnlich klar sein.

Auch handelt es sich bei meinem Lachsburger um keine Metamorphose Mahlzeit wie der Schrecksenmeister Eißpin sie seinem jungen Gast Echo serviert und die zu Halluzinationen führt. Dennoch war der Lachs so frisch dass ich  für einen Moment die See schmecken konnte, in welcher der Fisch gelebt haben muss.

Es ist schon wirklich etwas Besonderes, mit solch frischen Zutaten arbeiten zu können, der Unterschied ist auch beim fertigen Gericht deutlich. Und so haben meine Lachssburger mit frischem Dill und Zitronenschale  sogar eine liebe Freundin überzeugt, welche sonst keine Fischbouletten mag, was ja wohl eines der größten Komplimente ist, die man bekommen kann.




Die Burgerbuns sind Low Carb und im rohen Zustand durch die rote Beete herrlich Pink, was sich leider nach dem Backen verlor, dafür waren die Lachsfrikadellen hübsch gepunktet.



Beim Zubereiten wurde ich von meinen lieben Freundinnen J. und K. tatkräftig unterstützt. Sie übernahmen die garstige Aufgabe des Zwiebelschälens und Schneidens. Das scharfe Gemüse später in dem ausgezeichneten Bierlikör, den FREUND und ich am Wochenende zuvor in Frankfurt erworben hatten, zu ertränken, ließ ich mir aber dann doch nicht nehmen.




Das Ergebnis der Mühen war ein schmackhafter Burger, mit allen Aromen, die dem Lachs so schmeicheln: Süße, Röstaromen und fruchtige Säure. Ein tolles Gericht, das garantiert Eindruck schindet.


 Wren's Kabeljau-Lachs-Burger


Zutaten (für 9 Burger):
 Für die Buns:
400g Gratinkäse gerieben
200g gemahlene Mandeln
40g Kokosmehl
1Packung Backpulver
2 Eier
50 ml Rote-Beete-Saft
1/2 Teelöffel Zitronenschale
Schwarzkümmel.
Kokosöl 

Für die Burger:
600g Kabeljaufilet
600g Lachsfilet
100 g rote Beete aus dem Glas
1 Ei
2El Flohsamenschalen
2 EL Senf
1 Handvoll frischer Dill, gehackt.
Salz/Pfeffer
Kokosöl 

Kürbisketchup:
300g Hokkaidokürbisstücke, im Ofen gegart und mit Zimt, Piment, Ingwer und Salz gewürzt.
1 El Tomatenmark
Salz/Xylit
Wasser

Zwiebeln:
6 große Zwiebeln
150g Butter
 4 cl Bierlikör (optional)

Mayonaise:
Dill
Mayonaise

Zwiebelchutney

9 Holzspieße

1. Alle Zutaten für die Buns gut vermischen. Ofen auf 200° Umluft vorheizen.

2. Ein Muffinblech mit Kokosöl gut einfetten, aus der Bunmasse 9 Kugeln formen und in die Muffinmulden drücken. Mit Schwarzkümmel bestreuen und etwa 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Danach auskühlen lassen.

3. Alle Zutaten für die Burger in einer Küchenmaschine zu einer glatten Masse verarbeiten. Eine Auflaufform mit Kokosöl fetten. Aus der Burermasse neun Pattys formen, in die Auflaufform legen und etwa 15 Minuten bei 180° im Ofen backen.

 4. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. In einer Pfanne mit der Butter circa 10 Minuten auf mittlerer Hitze goldbraun braten. Mit  Bierlikör ablöschen und bei geringer Hitze weitere 5 Minuten karamellisieren

5. Für den Kürbisketchup alle Zutaten mit einem Mixer verrühren, mit Salz und Xylit abschmecken. Für die Mayonaise selbige mit gehacktem Dill verrühren.

6. Anrichten: Buns mit einem Messer aus den Formen lösen und aufschneiden. Auf die untere Hälfte etwas Mayo geben, das Patty darauf platzieren. Auf das Patty die Zwiebeln und dann den Ketchup geben, die obere Bunhälfte mit dem Holzspieß feststecken. Mit etwas Zwiebelchutney anrichten.

Lass es dir schmecken!

Deine Wren


Kommentare:

  1. "Fischfrikadelle" klingt ja erstmal nach FuZo und Nordsee samt pappiger Remoulade ... aber Dein Rezept samt Bildern spielt in einer ganz anderen Liga, ja, das ist nichtmal der selbe Sport! Großartig geschrieben und bebildert. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, die Fertigdinger gehen auch garnicht was die eigentlich leckeren Bouletten leider in Verruf gebracht hat. Vielen Dank für die Blumen:)
      Wren

      Löschen
  2. Klingt ja gut. Kannst du auch das Rätsel lösen, wie man so einen Burgerturm isst?
    LG
    Andrea

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Da gibt es Variationen: Entweder am Stäbchen entlangschneiden, den Burger dekonstruieren oder feste greifen und reinbeißen (Sind weniger hoch, als sie aussehen:))

      Liebste Grüße
      Wren

      Löschen
  3. Genial :-) Nicht so schön wie auf dem Bild aber schmeckt bestens. Danke weiter so! Grüße aus Stuttgart

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Na, so lange es schmeckt, ist es doch perfekt!

      Wren

      Löschen

Habe bitte etwas Geduld, bis dein Kommentar erscheint, ich moderiere selbst:)