Sonntag, 16. Oktober 2016

Raclette- Ein Hoch auf die Vielfalt!


 Herbstzeit ist für mich Raclettezeit, denn nun ist es draußen kühl genug, um drinnen den Tischofen für die süß und herzhaft überbackenen Pfännchen anzuwerfen. Und so wurde auch Gestern, am Samstag , das neue Racletteset in einem lustigen Kreis von 7 Leuten eingeweiht.

Ich liebe diese Art des Essens: Der Tisch ist vollgestellt mit allerlei Köstlichkeiten aus denen jeder ganz nach seinen Vorlieben wählen und sein kleines Pfännchen bestücken kann. Als echter Raclette-Profi, denn bei uns zu Hause ist dieses eine Weihnachtstradition, gibt es bei uns neben Gemüse und Fleisch auch mehrere Käsesorten zum überbacken sowie verschiedene selbstgemachte Soßen und Dips.

Platz sparen und trotzdem viele Zutaten

Um nicht zu viele Schälchen zu verwenden, denn diese nehmen Platz weg und müssen einzeln abgespült werden, habe ich  mich gestern dafür entschieden, das Muffinblech zweckzuentfremden:


Die Idee war gut, aber in der Praxis mussten die kleinen Förmchen zu oft nachgefüllt werden. Zudem konnte nur das ganze Blech rumgereicht werden, was halt weniger praktisch war, als wenn alles in einzelne Schälchen gefüllt worden wäre. Aber nett sah es ja immerhin aus, und das Auge isst bekanntlich mit. Ignoriert bitte die dreiste Fliege zwischen Mais und Ananas. Das kleine Biest nervte uns den halben Abend und hat sich hier kackfrech ins Bild geschlichen. Die war kein Bestandteil des Essens, echt nicht.

Das Wichtigste ist eine gute Grundlage

Das gilt nicht nur beim Trinken, sondern auch beim Raclette. Traditionell gibt es dafür Kartoffeln welche zuunterst in das Pfännchen platziert werden. Da wir ja aber überwiegend Low Carb essen und es grad so viel tolles Herbstgemüse gibt, habe ich da in der Vorbereitung neben regionalen  Kartoffeln vom Bauern ein wenig aufgestockt.


Ich habe mir Pastinaken und Hokkaidokürbis geschnappt, und klein gemacht, für weniger Kohlenhydrate und mehr Geschmack. Ich finde ja, dass die Pastinaken an sich schon so toll riechen  wenn sie geschält werden.
Die gesammelten Gemüse habe ich dann in einerSchüssel mit Salz und etwas Rapsöl vermengt und auf einem Blech verteilt.


Selbiges kommt dann bei 180°C Umluft in den Backofen, bis  der Kürbis weich ist und die Pastinaken leicht gebräunt sind. Das dauert etwa 20-30 Minuten.
Beide Gemüsesorten sind sehr aromatisch, machen sich super überbacken und sind somit ein toller Zusatz für das Raclette.

Süßkartoffeln hatte ich auch noch vorbereitet, leider jedoch etwas zu lange kochen lassen und so wurde daraus mit etwas Sahne und Ingwer kuzerhand ein Süßkartoffelmus:


Für die optische Aufwertung sorgen hier Rosenblüten und Kornblumenblüten. Gut zur Geltung kommt das Mus in der Schüssel von zak!designs, welche ich auf einem Bloggertreffen geschenkt bekam und die nun eine geschmackvolle Verwendung findet, und das noch in fast derselben Farbe wie der Inhalt:).

Kreative Saucen

Braucht es unbedingt bei so einem Essen und was wäre ich für ein Foodblogger, wenn ich nur Fertigsaucen auf den Tisch stellen würde wo es doch so viele tolle Möglichkeiten gibt? 

Passend zum Herbstthema habe ich mich also für ein fruchtiges Apfel-Zwiebel-Chutney entschieden: 


Dazu braucht es einen Teil Äpfel und drei Teile Zwiebeln, die Schale und den Saft von zwei Zitronen, 100ml Balsamicoessig, 3 Teelöffel Wildpreiselbeeren und etwas Geduld. Ich verwende gerne rote Zwiebeln, da diese oft mild und zugleich geschmackvoll sind.
Und ich nehme,gerade für  winterliche Chutneys, noch gerne eine besondere Zutat:


Zimtblüten.
Ein guter Freund hat mir diese mal zu Weihnachten geschenkt und seitdem gehört dieses Gewürz zu meinen Lieblingen. Die Blüten des Zimtbaumes verleihen den Gerichten eine ganz feine Zimtnote, die weit weniger dominat ist, als wenn Zimtstangen verwendet werden. Ich lasse sie einfach im  Chutney mitkochen.

Fertig sieht das Chutney dann so aus:


 Mit der fruchtigen Zwiebelnote absolut göttlich zu gebratenem Fleisch.
Solches landete bei uns natürlich auch auf dem Raclette-Stein-Grill: Brasilianisches Rindersteak. Besser geht es fast nicht:


Meine Lieblings-Raclette-Pfännchen-Kombis sind im übrigen:

1. Steak-Gorgonzola-Zwiebelchutney-Tellicherrypfeffer
2. Steak- Cheddar- Frischkäse
3. Brokkoli-Bacon- Ziegenkäse
4. Ente- Pfirsich-Parmesan
5. Hokkaido-Feige-Ziegenkäse

Und du? Hast du Lieblingskombis?
Poste sie gerne in den Kommentaren!

Mach es dir schön!

Wren

Kommentare:

  1. Meine Lieblingskombination ist Kartoffel mit Ananas und Raclette-Käse, dann ein Minzchutney darüber... lecker!
    Dein Zwiebelchutney werde ich mal nachmachen, das hört sich gar nicht so kompliziert an. Das Minzchutney habe ich geschenkt bekommen, noch habe ich kein gutes Rezept zum Nachmachen gefunden, aber ich suche weiter ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mmm, also auch ein süß-herzhaft-Fan? ser gut:D Da bist du in bester Gesellschaft hier und natürlich mit dem Chutney. Dieses Chutney ist wirklich simpel , aber vom Geschmack her absolut der burner. Wichtig ist , es langsam einköcheln zu lassen (circa 40 Minuten). Pflaumen statt Äpfel gehen übrigens auch seeeehr gut.Wenn du ein gutes Minzchutney Rezept gefunden hast, melde dich gerne:).

      Liebe Grüße
      Die Wren

      Löschen

Habe bitte etwas Geduld, bis dein Kommentar erscheint, ich moderiere selbst:)