Sonntag, 30. Oktober 2016

Cheeseburger-Pumpkin: Mit Iberico-Patties, Hokkaido, Cheddar und Kürbis-Ketchup


Jeder, der sich schon mal etwas mit Low Carb beschäftigt hat, kennt wohl den "Cheeseburger-salad": Der volle Geschmack von Cheeseburger, nur mit hochwertigen Zutaten und ohne Burgerbun und Fertigsaucen, stattdessen mit Salat und selbstgemachtem Ketchup.

Dienstag, 25. Oktober 2016

BUTTERNUTkürbis aus dem Ofen mit PULLED BEEF, Creme fraiche und Rauchsalz


Dieser Beitrag ist etwas Besonderes: Er ist der 300. Beitrag in diesen meinem kleinen Blog. Also verzeih, wenn ich ins Reden gerate oder etwas albern bin. Am Besten, du schnappst dir eine Kanne Tee und deine  liebste Kuscheldecke zum Lesen und Mitlachen, wenn du magst:). Es wird Anekdoten geben heute, hübsche Bilder um den Anlass zu zelebrieren und natürlich ein tolles Rezept. Ein Rundumwohlfühlpaket, für Magen, Seele und Gemüt.

Wenn der HUNGER plötzlich BRÜLLT: Blitzschnelle Thunfischbouletten mit Mayo und Aivar und Möhrensalat mit Himbeeressig


Kennst du das auch? Du bist vertieft in ein spannendes Buch oder eine interessante Arbeit. Irgendwann schaust du dann eher zufällig auf und:BÄMMM, dein Hunger steht fauchend vor deiner inneren Balkontür wie ein wütender Waschbär auf LSD.


Sonntag, 23. Oktober 2016

Herbst is(s)t Kürbis: SWEET DUMPLING aus dem Ofen mit Creme fraiche und Hähnchenoberschenkeln mit CHEESE POP-Kruste und Bacon


Meine Güte. Meine Titel werden irgendwie auch immer länger. Aber was soll ich tun wenn es viele Zutaten gibt? Der Leser möchte ja informiert werden, schon zu Beginn und da ist eine Überschrift schon mitunter etwas umfangreicher.
Sei's drum (Hauptsache das Essen fetzt):



Der kleine Süße.

Heute gibt es in der Serie: "Herbst is(s)t Kürbis" den Sweet Dumpling: Einen recht kleinen Kürbis mit wunderschöner Schale, die man, ähnlich wie beim Hokkaido, mitessen kann. Man muss ihn also nicht  schälen. Dieser Kürbis ist laut Literatur ein guter Ofenkürbis und toll für Desserts. Ich persönlich finde, er macht mehr äußerlich her, als dass er schmeckt. Er schmeckt zwar süßlich, aber wenig aromatisch und so würde ich den Hokkaido wohl vorziehen. Dennoch war es gut, den kleinen Süßen mal probiert zu haben.In unserem Fall als Stückchen gebacken im Ofen.
FREUND hat netterweise den Kürbis zerlegt und ich brauchte ihn (den Kürbis, ihr kleinen Schweinchen ;)) dann nur noch einölen, etwas mit Salz einreiben und auf dem Backblech ausbreiten:




Am Wochenende haben wir aber auch ordentlich Zeit und dementsprechend gibt es meistens Samstags und Sonntags zum Essen noch ein gutes Stück Fleisch. Denn Fleisch braucht meistens länger zum Garen und für die Vorbereitung. Die Hähnchenoberschenkel mit Haut stammen aus der Region und wer mich etwas kennt, der weiß, dass ich die Schenkel der Brust (beim Hühnchen, ihr Schlingel) immer vorziehe. Das Fleisch ist einfach zarter. Punkt. Die Hühnchen wurden fein mit Bacon eingewickelt und weil wir so verfressen sind, gab es für jeden drei Schenkel:


Der Geistesblitz für die Panade kam quasi gerade noch rechtzeitig nach dem Einkaufen der Zutaten. Ich hatte nämlich im Laden diese tollen CHEESE POPS
gesehen und aufgrund eines akuten Hüngerchens und der Tatsache, dass diese gepufften Käseteilchen im Netz vor einiger Zeit hart gehyped wurden, mitgenommen. Auf dem Rückweg mampften FREUND und ich munter los, und nachdem schon die Hälfte dieser wohlschmeckenden Dingerchen verspachtelt war, meinte FREUND so nebenbei : " Wäre bestfimmft auch ne gute Panade*mampf*"

ZACK!, da war der Deckel der Dose zu!

Leider hat der Inhalt dann nur für das Panieren von 3 Teilchen gereicht. Das nächste Mal sind wir schlauer, denn funktioniert hat es einwandfrei! Die Hühnerschenkel waren ein Träumchen!




Die gesammelten Werke kamen dann fein in den Ofen und wurden anschließen mit Creme Fraiche und Zwiebelchutney serviert. 
Wir werden dieses Gericht bestimmt wieder kochen, es war wahnsinnig lecker!






Kürbisspalten aus dem Ofen mit Creme fraiche und Hähnchenoberschenkeln mit Cheesepop-Kruste


Zutaten (für 2 Personen):
6 Hähnchenoberschenkel mit Haut
2 Packungen TULIP-Bacon
1 Dose CHEESE POP
2 Eier
1 Sweet Dumpling-Kürbis
1 Packung Creme Fraiche
Zwiebelchutney
Rapsöl
Salz
Pfeffer

1. Den Sweet Dumpling entkernen und in Stücke schneiden, die Hähnchenschenkel Waschen und trockentupfen.
2. Den Backofen auf 185° Umluft vorheizen.
3. Die Kürbisstücke mit etwas Rapsöl und Salz gut vermengen.
4. Die Hühnerschenkel mit Baconstreifen umwickeln (je zwei bis drei).
5. Panierstraße:In Einem Teller zwei Eier verquirlen. Cheesepop in einer Küchenmaschine fein zerhacken, mit etwas Salz und Pfeffer vermengen und in einen zweiten Teller geben.
6. Hühnerschenkel zuerst durch das verquirlte Ei ziehen dann in der Cheesepop-Panade wenden.
7. Panierte Schenkel sowie Kürbisstücke auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und etwa 40 Minuten bei 185° garen.
8.Anrichten, mit Creme Fraiche und Chutney garnieren. Genießen!


Mach es dir schön!

Deine Wren

Freitag, 21. Oktober 2016

Herbst is(s)t Kürbis: MUSKATKÜRBIS-Kürbissuppe mit Koriander-Zitronen-Creme [LCHF/Low Carb]


Kürbisse sind ja zum Glück, was die Verderblichkeit angeht, ausdauernde Gesellen. Und so hat auch der gekaufte Muskatkürbis die zwei Wochen ungeplanter Indisponiertheit von meiner Seite schadlos überstanden.
Lange habe ich überlegt, was ich mit diesem Exemplar machen soll. Das Fazit war ernüchternd: Der perfekte Kürbis für Suppen und Pürees, hieß es überall. Nun finde ich Kürbissuppe, sagen wir: Lecker aber schlicht, irgendwie langweilig halt. Da musste dann noch was Frisches her. Also schnell eine Creme auf Creme-Fraiche- Basis ersonnen, mit Zitrone und Koriander, was dem süß-cremigen Kürbis noch etwas Besonderes hinzufügt. Koriander ist im Übrigen ein ideales Gewürz für alle süßlichen Hauptspeisen. Da kann man echt nichts falsch machen. Und da  die meisten Menschen Koriander eher selten verwenden, sorgt dessen herb-frisches Aroma beim Essen für wohliges Aufmerken. Und Essen darf ja ruhig auch mal ein bisl überaschend sein oder?

Ein eher blasses Schwergewicht mit dünner Schale

Ist der Muskatkürbis. Ein Exemplar kann mal locker 30 kg auf die Waage bringen und so findet man im Laden oft Abschnitte zu kaufen, oder , wie inmeinem Fall, ein kleineres Exemplar. Muskatkürbis lässt sich wesentlich besser schneiden als Hokkaido, und folgt man beim Schnitt den Rillen, lassen sich die Stücke später auch wunderbar mit einem Sparschäler von ihrer Schale befreien. Das Fruchtfleisch des Muskatkürbis leuchtet, im Gegensatz zur Schale in einem knalligen Orange. Seinen Namen hat der Kürbis im Übrigen , weil das Fruchtfleisch eine leichte Muskatnote hat. Ansonsten ist dieses sehr süß und ich kann mir diesen Kürbis auch problemlos für Chutneys, Marmeladen oder Mus vorstellen.

Naja, jedenfalls habe ich das Innenleben kleingehackt und bin, während der Inhalt vor sich hinköchelte, noch schnell nach draußen  gehuscht, denn, du erinnerst dich lieber Leser: Lange stehen geht mir grad auf den Rücken.


Nur wenige Minuten sind es bis zum Park und  dem Ententeich. Die Luft ist wunderbar kühl (das liebe ich ja am Herbst), und die Enten (ich liebe Enten. In allen Zuständen) kommen auch gleich herbeigeeilt, in der Hoffnung auf ein paar Leckereien. Den Gefallen konnte ich ihnen nicht tun, denn wo kein Brot gegessen wird, da wird auch keins alt um später das Teichgeflügel zu erfreuen. Das ist ja dann eigentlich auch ein ewiger Kreislauf, nich? Zuerst stopfen die Menschen den Enten das Brot in den Schnabel, und später, wenn das Tierchen in den Ofen soll, mit Pflaumen und Zwiebeln in den Po.
So hat alles seinen Platz.
Und alle sind glücklich.
Zu verschiedenen Zeitpunkten zwar, aber glücklich.

Zurück am Herd war der Kürbis auch bereit, püriert zu werden. Auch die Creme war schnell angerichtet, und so konnte das Ergebnis sich auch sehen lassen, wie ich finde:



Geschmacklich hatte ich ja ein wenig Schiss, dass neben dem süß-aromatischen Hokkaido die meisten anderen Kürbissorten gewaltig abstinken. DAS war ein Trugschluss: Der Muskatkürbis kann, was Süße und Aroma angeht, locker mit dem kleineren Verwandten mithalten, ich finde ihn sogar noch leckerer!. Und er hat im Gegensatz zum Hokkaido mit knapp 5g/100g, sehr wenig Kohlenhydrate.
Die Creme dazu war ein Volltreffer und peppt das Gericht wirklich auf.
Ein Gaumenschmaus!






Kürbissuppe mit Koriander-Zitronen-Creme 


2kg Muskatkürbis
500 ml Wasser
Salz/Muskatnuss
  Creme:
200g Creme fraiche
1 Handvoll frischer Korianderblätter
1tl frische Zitronenschale (oder Messerspitze getrocknete)
Salz

1.Kürbis entlang der Rillen zerteilen, Kerne rausschaben.
2. Mit einem Sparschäler die Schale entfernen.
3. Fruchtfleisch grob Würfeln und in einem Topf mit dem Wasser aufkochen. Dann bei mittlerer Hitze etwa 30 min kochen lassen
4. Koriander hacken. Mit Creme fraiche und Zitronenschale verrühren. Mit Salz abschmecken. Kalt stellen.
5. Suppe pürieren, mit Muskatnuss und Salz abschmecken.
6. Suppe anrichten und mit je einem Teelöffel Creme garnieren.



Mach es dir schön!

Deine Wren

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Mysterium Minihaxe, geheimnisvoll umwölkt vom Apfelmus


Wenn man krank ist, soll man gut speisen. So heißt es und so habe ich es gelernt.
 Als jemand, der -unter mittlerweile, zum Glück, nur noch mäßigen Schmerzen-  momentan einen nicht unbeträchtlichen Teil des Tages mehr oder minder in der Horizontalen verbringt, kann ich wohl mit Fug und Recht von mir behaupten, das Kriterium "krank" zu erfüllen. Den Rest des Tages verbringe ich im Übrigen mit Spazieren, denn sitzen und stehen mag mein Rücken garnicht. Spazieren hingegen, das ist gut. Und Liegen, dann aber bitte nur in Rückenlage. Alles andere wird mit elektroschockartigen Schmerzen quittiert. Ich habe also die Wahl zwischen weitestgehend schmerzfrei, dafür verspannt, oder verspannt auf dem persönlichen elektrischen Stuhl.
Da spaziere ich doch lieber.
Und wenn ich schon sitze, esse ich nach Möglichkeit gleich etwas.
Und da langes Sitzen nicht möglich ist, sollte das Essen nicht zu lange dauern.

Nicht, dass das ein Problem wäre. 
 Von Kindesbeinen an habe ich gelernt: Wer schneller isst, kann mehr (von dem besten Zeug) nachnehmen. Schon bald meisterte ich diese Disziplin und war von der Essgeschwindigkeit gleichauf mit meinem Stiefvater, was zu regelmäßigen Schlachten um das letzte Cevapcici oder die letzte Bulette führte.
Heute genieße ich mein Essen zwar sehr gerne (außerdem isst FREUND sehr viel  langsamer als ich, kein Futterneid also), aber ich kann nicht leugnen, dass die Fähigkeit, Essen schnell (aber appetitlich!) zu "Inhalieren" ein Vorteil sein kann wenn alternativ fiese Schmerzen des Todes drohen (du merkst schon, ich neige etwas zur Dramatik).

Das aber nur am Rande, denn ich schweife ab.
Eigentlich geht es heute um die Haxe.


Denn nachdem ich mich die letzten Tage überwiegend von Gemüse und Käse ernährt habe, stand mir heute der Sinn nach was Deftigem.

Also spazierte ich los, zum Metzger meines Vetrauens. Dieser hat nämlich neben rohem Fleisch immer auch schon warm Gebratenes, natürlich frisch.
Da gibt es immer allerlei: Leberkäse, Hühnerschenkel, Buletten, Bauchspeck. Und eben auch Haxe. Und passend dazu, für Leute mit eher kleinerem Hunger: die Minihaxe.

So eine kam dann auch mit, denn in meinem Kopf passte sie überaus gut zu meinem selbstgemachten Apfelmus und dem ebenfalls selbstgemachten Rotkraut. Eine Miniportion Herbst und Zufriedenheit also. Kurz: Perfekt.

Als dann schließlich der Teller vor mir stand und ich mit nicht unerheblicher Zufriedenheit in das saftige Fleisch biss, überfiel mich plötzlich ein Gedanke:

Woher kommen die eigentlich, die Minihaxen? 

Dabei muss ich betonen, dass mich die tatsächliche Herkunft weniger interessiert als der Gedankengang drumherum.Und der war sehr zufriedenstellend:

Wäre das nicht niedlich:

 So ein Schwein hat ja fix 200 kg, aber vielleicht gibt es ja eine Mini-Fleisch-Rasse. So Minischweine mit 20 kg, welche auf klitzekleinen Höfen in klitzkleinen Ställen (Wo sie dennoch genug Platz hätten natürlich) auf ihren winzigen Beinen umhertippeln und natürlich auch Hochfrequent grunzen. In der näheren Umgebung wohnten nur Rentner -denn das Gehör nimmt ja für die hohen Töne mit zunehmenden Alter ab-, die das Grunzen nicht stört. Und jeden Tag geht der Bauer mit seinen Minischweinen im Wald spazieren. Dort fressen sie Eicheln und Pilze und sind glücklich und zufrieden. Im vierten oder fünften Herbst schließlich folgen sie ihrer Bestimmung, denn Nutztier bleibt Nutztier, und die Haxe landet auf meinem Teller.

Die Realität sieht vermutlich so aus, dass Ferkel ǵeschlachtet werden, aber auch damit bin ich ok, solange es nicht der krasse Massntierhaltungsbetrieb ist. Denn wer Fleisch isst, darf sich keine Illusionen machen dass da halt ein Tier für stirbt, so oder so.

Ich  jedenfalls habe damit kein Problem: andere Tiere essen auch andere Tiere und da gibt es, mit verlaub, keine Richtlinien zur schonenenden Tötung (jeder Katzenbesitzer weiß was ichmeine;)) wie in unseren Betrieben. Ich habe mir das mal angeschaut und esse seit dem noch beruhigter mein Steak.  Im Herbst wenn es geht mit selbstgemachtem Apfelmus.

(Apfelmus: 2 kg saure Äpfel, Zimtstange, 3 Nelken,  3 Tl Zitronensaft, Xucker nach Wahl, Wasser, saubere Schraubgläser mit Deckel)
(Äpfel vierteln und schälen, mit Zitronensaft und etwas Wasser in einem Topf geben, aufkochen und die übrigen Zutaten dazugeben. Etwa 40 Minuten bei mittlerer Hitze Kochen lassen. Gläser und Deckel 10 Minuten in kochendem Wasser sterilisieren, Zimtstangen aus dem Mus entfernen. Masse in die Gläser füllen, Deckel aufschrauben und das Glas 15 Minuten auf den Kopf stellen. Danach umdrehen und auskühlen lassen)


 
 Mach es dir schön!
Deine Wren




Sonntag, 16. Oktober 2016

Raclette- Ein Hoch auf die Vielfalt!


 Herbstzeit ist für mich Raclettezeit, denn nun ist es draußen kühl genug, um drinnen den Tischofen für die süß und herzhaft überbackenen Pfännchen anzuwerfen. Und so wurde auch Gestern, am Samstag , das neue Racletteset in einem lustigen Kreis von 7 Leuten eingeweiht.

Ich liebe diese Art des Essens: Der Tisch ist vollgestellt mit allerlei Köstlichkeiten aus denen jeder ganz nach seinen Vorlieben wählen und sein kleines Pfännchen bestücken kann. Als echter Raclette-Profi, denn bei uns zu Hause ist dieses eine Weihnachtstradition, gibt es bei uns neben Gemüse und Fleisch auch mehrere Käsesorten zum überbacken sowie verschiedene selbstgemachte Soßen und Dips.

Platz sparen und trotzdem viele Zutaten

Um nicht zu viele Schälchen zu verwenden, denn diese nehmen Platz weg und müssen einzeln abgespült werden, habe ich  mich gestern dafür entschieden, das Muffinblech zweckzuentfremden:


Die Idee war gut, aber in der Praxis mussten die kleinen Förmchen zu oft nachgefüllt werden. Zudem konnte nur das ganze Blech rumgereicht werden, was halt weniger praktisch war, als wenn alles in einzelne Schälchen gefüllt worden wäre. Aber nett sah es ja immerhin aus, und das Auge isst bekanntlich mit. Ignoriert bitte die dreiste Fliege zwischen Mais und Ananas. Das kleine Biest nervte uns den halben Abend und hat sich hier kackfrech ins Bild geschlichen. Die war kein Bestandteil des Essens, echt nicht.

Das Wichtigste ist eine gute Grundlage

Das gilt nicht nur beim Trinken, sondern auch beim Raclette. Traditionell gibt es dafür Kartoffeln welche zuunterst in das Pfännchen platziert werden. Da wir ja aber überwiegend Low Carb essen und es grad so viel tolles Herbstgemüse gibt, habe ich da in der Vorbereitung neben regionalen  Kartoffeln vom Bauern ein wenig aufgestockt.


Ich habe mir Pastinaken und Hokkaidokürbis geschnappt, und klein gemacht, für weniger Kohlenhydrate und mehr Geschmack. Ich finde ja, dass die Pastinaken an sich schon so toll riechen  wenn sie geschält werden.
Die gesammelten Gemüse habe ich dann in einerSchüssel mit Salz und etwas Rapsöl vermengt und auf einem Blech verteilt.


Selbiges kommt dann bei 180°C Umluft in den Backofen, bis  der Kürbis weich ist und die Pastinaken leicht gebräunt sind. Das dauert etwa 20-30 Minuten.
Beide Gemüsesorten sind sehr aromatisch, machen sich super überbacken und sind somit ein toller Zusatz für das Raclette.

Süßkartoffeln hatte ich auch noch vorbereitet, leider jedoch etwas zu lange kochen lassen und so wurde daraus mit etwas Sahne und Ingwer kuzerhand ein Süßkartoffelmus:


Für die optische Aufwertung sorgen hier Rosenblüten und Kornblumenblüten. Gut zur Geltung kommt das Mus in der Schüssel von zak!designs, welche ich auf einem Bloggertreffen geschenkt bekam und die nun eine geschmackvolle Verwendung findet, und das noch in fast derselben Farbe wie der Inhalt:).

Kreative Saucen

Braucht es unbedingt bei so einem Essen und was wäre ich für ein Foodblogger, wenn ich nur Fertigsaucen auf den Tisch stellen würde wo es doch so viele tolle Möglichkeiten gibt? 

Passend zum Herbstthema habe ich mich also für ein fruchtiges Apfel-Zwiebel-Chutney entschieden: 


Dazu braucht es einen Teil Äpfel und drei Teile Zwiebeln, die Schale und den Saft von zwei Zitronen, 100ml Balsamicoessig, 3 Teelöffel Wildpreiselbeeren und etwas Geduld. Ich verwende gerne rote Zwiebeln, da diese oft mild und zugleich geschmackvoll sind.
Und ich nehme,gerade für  winterliche Chutneys, noch gerne eine besondere Zutat:


Zimtblüten.
Ein guter Freund hat mir diese mal zu Weihnachten geschenkt und seitdem gehört dieses Gewürz zu meinen Lieblingen. Die Blüten des Zimtbaumes verleihen den Gerichten eine ganz feine Zimtnote, die weit weniger dominat ist, als wenn Zimtstangen verwendet werden. Ich lasse sie einfach im  Chutney mitkochen.

Fertig sieht das Chutney dann so aus:


 Mit der fruchtigen Zwiebelnote absolut göttlich zu gebratenem Fleisch.
Solches landete bei uns natürlich auch auf dem Raclette-Stein-Grill: Brasilianisches Rindersteak. Besser geht es fast nicht:


Meine Lieblings-Raclette-Pfännchen-Kombis sind im übrigen:

1. Steak-Gorgonzola-Zwiebelchutney-Tellicherrypfeffer
2. Steak- Cheddar- Frischkäse
3. Brokkoli-Bacon- Ziegenkäse
4. Ente- Pfirsich-Parmesan
5. Hokkaido-Feige-Ziegenkäse

Und du? Hast du Lieblingskombis?
Poste sie gerne in den Kommentaren!

Mach es dir schön!

Wren

Freitag, 14. Oktober 2016

Wenn Körperteile sich besuchen... braucht kein Mensch






Unverhofft kommt oft, lieber Leser.

 Getreu diesem Sprichwort meinte letzten Samstag der Inhalt meiner Bandscheibe zwischen dem 5. Lendenwirbel und dem 1. Steißbeinwirbel dem benachbarten Nerv einem Besuch abstatten zu müssen. Man sieht sich ja sonst nicht, ne?. Naja, dieses körperinterne Kaffeekränzchen hat mir ne Woche Krankenhaus und Opioide eingebracht. Mein Ergebnis:Solche Schmerzen braucht keiner. Seit gestern bin ich wieder zu Hause und liege wie ein Fisch (Für Pokemonfans: Karpador) auf dem Rücken und führe millimeterweise Beckenbewegungen aus um meine Bandscheibe zu erfreuen auf das sie schnell heile, denn chronisch muss das nicht werden

Man liest sich sicher schon in bälde, so lange robbe ich weiter in slow motion: Mühsam nähert sich das Eichhörnchen.


Umarmt!
Wren

Donnerstag, 6. Oktober 2016

HERBST is(s)t KÜRBIS- Überbackener Spaghettikürbis mit grünem Pesto [Low Carb]


Ich probiere mich jetzt munter durch diverse Speisekürbissorten, denn ich kenne so richtig eigentlich nur den Hokkaido. Dabei gibt es ja neben diesem knallorangenen Gesellen noch viele andere leckere Sorten, und so habe ich mich mit 8 verschiedenen Exemplaren eingedeckt und werde diese in der nächsten Zeit, zusammen mit FREUND, verkosten. Als erstes habe ich mir heute den beliebten Spaghettikürbis vorgenommen. Im WWW werden zur Zeit wahre Lobeshymnen auf dieses herbstliche Gemüse gesungen und so war ich besonders neugierig. Toll sieht er ja aus, der gebürtige Japaner. Und ich verrate gleich mal so viel: Er schmeckt bombastisch! Das aromatische Fruchtfleisch ist recht süß und ideal um es mit Käse zu verbinden, aber mit Käse wird ja eh alles besser.

Für das heutige Rezept brauchst du jedenfalls (für 2 Personen):

1 Spaghettikürbis
 2 tl Butter
3 tl grünes Pesto
150 Gramm Gratinkäse

Wir legen den Fokus also ganz auf den Kürbis, glaub mir, du wirst es nicht bereuen!

1. Jeder Kürbis, außer Hokkaido, muss geschält werden.
Da ich dafür aber zu faul war, habe ich den ganzen Kürbis, wie das fliegende Spaghettimonster ihn schuf, bei 180° Umluft für ne Stunde in den Ofen geschoben, was sehr gut funktionierte:


2. Kurz abkühlen lassen und danach längs aufschneiden.
  Dann habe ich noch das Kerngehäuse rausgekratzt, das Fruchtfleisch in eine Quicheform gefüllt und mit Butter und Pesto vermischt.



3.Danach noch fein Käse druff und geschmeidig im Ofen 15 Minuten überbacken.



Fazit: Ein toller Kürbis, der einfach zuzubereiten ist und superlecker schmeckt! den gibt es jetzt öfter!

Was ist dein liebstes Spaghettikürbisrezept?
poste es in den Kommentaren!

Mach es dir schön!
Deine Wren

Montag, 3. Oktober 2016

Tüften, mein Schatz?


Moah, wasn das, KARTOFFELN?
japp genau, und auch Möhrchen werden sich hier beizeiten zukünftig finden.

Ich habe mich ja letzte Woche schon über Fanatismusartige Auswüchse von Ernährungsformen  in Foren und Socialmedia ausgelassen und habe darauf hin meinen Blog etwas korrigiert. Ich möchte gerne, dass Menschen Spaß am Essen haben, die Vielfalt genießen und nicht ums verrecken Richtlinien befolgen, die sie oft nicht einmal verstehen sondern gucken wo ihr persönlicher Weg liegt.
 

'Verstehe mich nicht falsch, liebster Leser: Du hast ein konkretes Ziel oder eine Krankheit welche absolute Striktheit erfordert: bring it on!'

Mir hat striktes LCHF sehr geholfen um festzustellen was mir gut tut und was nicht, geholfen, meine Gewohnheiten zu ändern und neuen Spaß am Kochen und Ausprobieren zu bekommen. Ich liebe LCHF und kann es nur jedem empfehlen!
 Nur habe ich festgestellt, dass die strikte Version mir persönlichst auf Dauer nicht gut tut. 

Nach langem Rumprobieren und Testen habe ich beschlossen, mir ein Maximallimit von 100g Kohlenhydrate pro Tag zu setzen.

DAS heißt aber nicht Nudeln, Brot und Süßes, sondern mehr KH aus Gemüse und ein wenig Obst und zum Gemüse gehören dann Saisonbedingt auch Kartoffelsorten und Möhren von Bauern aus der Region. Nicht in Massen sondern als Ergänzung.

Der Erfolg gibt mir Recht: ich habe nicht ständig ein Bedürfnis nach Nachbauten, und fühle mich im Großen und ganzen besser, die letzten 4 Kilos tropfen herunter, ich habe meine Wohlfühlernährung gefunden.

Habe aber keine Angst lieber Leser, denn es wird auch weiterhin viele LCHF-taugliche Rezepte hier geben! Diese sind dann mit [Low Carb] markiert, damit du auch gleich Bescheid weißt!.

Der Fokus dieses Blogs wird also in Zukunft auf unverarbeiteten Lebensmittel und zuckerfreien Gerichten liegen. Da ich aber auch Brot und Co als Zucker werte, ändert sich nicht wesentlich viel.

Außer mal die ein oder andere Tüfte.

Ich hoffe, das ist ok für dich, und du bleibst mir weiterhin treu!

Liebste Grüße!

Wren



Sonntag, 2. Oktober 2016

Gourmethähnchen unter italienischem Häubchen - Ein herbstbuntes Sonntagsessen [Low Carb]


Es wird Herbst, die Blätter färben sich langsam golden und da darf es auch ruhig bunt auf dem Teller zugehen. Kräftige Aromen dürfen es natürlich trotzdem sein, und kaum ein Aroma passt besser zu Hähnchen als Tomate.


Samstag, 1. Oktober 2016

Street Food Tour Gießen - Von Inspiration, Regionalität und Kochen mit Herz



Foodtrucks. Ein unglaublicher Trend. Kochen on the Road. Und jetzt auch in meiner Studiumsstadt Gießen! Keine Frage, dass ich mit FREUND da hin musste um mich von Streetfoodköchen inspirieren zu lassen! Und so düsten FREUND und ich heute Morgen los und auch das herbstliche Wetter konnte uns nicht schocken!

Wir haben uns fleißig durchprobiert, soweit unsere Mägen uns trugen, und lobend sei zu Erwähnen: Alle Anbieter achten auf Qualität und regionale Produkte und die Preise sind sehr fair!

Eines muss allerdings gleich vorneweg gesagt werden: Für Low Carb- Freunde ist so ein Festival nichts: Burgerbuns und Teigkreationen wohin man schaut. Liegt es an der Einfachheit, dem Preis oder der Praktikabilität für Fingerfood? Oder gar am fehlenden Mut, Neues anzubieten? Fast könnte der Eindruck entstehen, denn locker die Hälfte der Foodtrucks bot das momentane absolute Trendfood schlechthin an: Pulled Pork/Turkey/Beef. Natürlich zwischen zwei Weißbrothälften.
 Narf.


Ich bin schon am überlegen, ob ich mich dahingehend nochmal bei den Trucks durchteste. Denn, lieber Leser: "PULLED irgendwas" ZART zu bekommen ist nicht die Kunst, zart wird Fleisch eigentlich immer wenn man es lange gart. Der Trick ist, eine gute Sauce und raffinierte Beilagen dazu  zu kreieren, die den Fleischgeschmack ergänzen und die Mahlzeit abrunden. Nur auf den Pulled-Train aufzuspringen und das Fleisch zwischen zwei Burgerbrötchen zu packen  is nix.

FREUND und ich hatten also die Qual der Wahl was Pulled Meat anging. Rangetraut haben wir uns letztendlich an den Truck von Wild Smoker, den die bieten Wildes in verschiedenen Variationen an. Und uns begeisterte das Pulled Deer:



 Welches dann so aussah:


Das Fleisch hatte eine Topqualität, das war leicht rauszuschmecken. Leider hatten aber sowohl die Soße als auch der Krautsalat etwas wenig Pfiff und bildetete, zusammen mit den Weißbrothälften eine magere Plattform für das tolle Fleisch aus der Region. Leute! gebt dem Hirsch ne Wiese! Kräuter an den Salat, Piment und rote Beeren an die Soße und am besten noch ein paar knusprige, selbstgemachte Rötzwiebeln oben druff, das wärs. Und für die Glutenintoleranten und Low Carber vielleicht eine Alternativbeilage, das wäre ein Traum. Weg vom Burgerbun, traut euch!

Als Nächstes hielten wir an diesem Schild, hier wurde Singhalesisches Soulfood versprochen. Und bei so vielen Herzchen kann man ja nur gute Laune kriegen.



Der Kokospfannkuchen machte mich neugierig, und so orderten wir eine Portion:


Ich muss ganz ehrlich sagen: Dieses Gericht war mein Highlight heute. Der Ausdruck Soulfood trifft es genau, denn die gelungene Kombi aus dem cremigen Kartoffelcurry mit vielen Gewürzen und dem aromatischen Dip mit Kokos und frischer Petersilie macht sofort glücklich und ist ein echtes Geschmackserlebnis. Für Mutige gibt es noch die selbstgemachte scharfe Soße, die auch sehr lecker ist, aber einen heftigen Nachbrenner hat. Aber gut, vielleicht ist mein deutscher Gaumen auch nur etwas empfindlich. Schön wäre noch eine optische Aufwertung der Pfannkuchen, zum Beispiel mit schwarzem Sesam oder eingebackenen Kräutern.


Nach so viel Deftigem war Nachtischzeit. Wir vermeiden ja normalerweise Zuckriges, aber bei zwei Gerichten mussten wir aufgrund der guten Qualität der Zutaten einfach mal zulangen.
Am Stand von "Knödelkönig- Südtiroler Spezialitäten" zogen uns die Apfel-Feigen- Nusstaschen mit selbstgemachten Apfelmus geradezu magisch an. Das Konzept von Knödelkönig ist mit allerlei herzhaften Knödelrezepten a la Omi eine wirklich erfrischende Abwechslung zu den ewigen Burgern auf dem Festival. Auf eine hohe Qualität der Zutaten wird hier viel Wert gelegt und das schmeckt man, auch bei den süßen Taschen:




Das sieht doch fast aus wie Yin und Yang auf dem Teller, oder? Gekrönt wird das Gericht übrigens von einem essbaren Blümchen, also quasi das kulinarische Pendant zum Blumenstrauß auf dem Mittagstisch. Das Gericht ist auch sonst sehr rund und hat eine tolle Kombination von herzhaft und fruchtig, knusprig und weich, ein echtes Herbstessen. Der Apfelmus war selbstgemacht und nicht zu süß, die Füllung der Tasche ein Traum. Leute, wenn ihr den Knödelkönig wo seht bei euch in der Nähe, rennt sofort hin und holt euch Futter für Herz und Seele: Denn auch die Menschen hinter der Foodtruckklappe sind sehr herzlich so dass man sich sofort wohl fühlt und gernst verweilt. Vielleicht gibt es bald (bittebitte) eine Low Carb- Version eines Gerichtes? Ich helfe auch gerne beim Entwickeln:).



Dieses Bild gab es ja schon oben. Na, was is das?
Ich helfe euch mal: Wir sind hier beim "Mellow Van", und hier gibt es Marshmallows. 
Warum wir hier stoppten? Nun, diese Mallows sind keineswegs gewöhnlich sondern heiß und kalt zugleich, was ein unglaublich krasses Mundgefühl erzeugt und zudem recht spektakulär zubereitet wird. Vor dem Essen wird der tiefgekühlten Kombi nämlich ordentlich eingeheizt. Lagerfeuerromantik pur!


Beißt man nun in so einen Kubus hinein, trifft der Gaumen zunächst auf den fluffigwarm-süßen Marshmallow, nur um danach auf eine dünne Schicht feinster fair-trade Schokolade zu stoßen. Dann wird es kalt. Und Erfrischend. Denn der Kern ist ein selbstgemachtes Fruchtsorbet, welches geschmackvoll und überraschend wenig süß ist, was im Kontrast zum Marshmallow sehr angenehm ist. In dem Sorbet stecken Früchte und Gewürze, was den Zucker überflüssig werden lässt, was wie ich finde, ein toller Ansatz ist. Toll!


Als Fazit lässt sich also sagen: Das Festival strotzt von Herzblut für die eigene Sache und Liebe zum Essen. Die Atmosphäre  ist definitiv besonders, die Menschen herzlich und weitestgehend aufgeschlossen. Was ich mir noch mehr wünschen würde, wäre mehr Mut für Gerichte jenseits des Bekannten, noch mehr Experimentierfreude und vor allem eine größere Auswahl für all diejenigen, die auf Getreide und Kohlenhydrate verzichten wollen oder müssen.

Die Wren