Mittwoch, 10. Februar 2016

Vom Bangen und Hoffen [Laberpost]

 Hier gibt es heute keine Rezepte, dieses ist ein persönlicher Post, wie er Beizeiten Auftritt und, wie ich finde, auch seine Berechtigung hat. 


Wie erging es mir die letzten, Lernintensiven Wochen?

Fast ist die Uni-Prüfungszeit nun rum und ich resümiere:
Die bisherigen Prüfungen waren für mich eine Zitterpartie und dass, obwohl der Stoff nicht zu schwer und ich gut vorbereitet war. Aber die alte Angst wirkte halt noch nach. Dieses: "was ist, wenn du es nicht schaffst?" . Fast wie eine Gewitterwolke der düsteren Prophezeiung schwebte das befürchtete Unheil über mir, und machte mich unsicher. Ich, die sich eigentlich eher Überschätzt, sah in jeder Reaktion meiner Mitmenschen ein Urteil, in jeder Leistung ein "Nicht gut genug", Ich las zwischen den Zeilen etwas, das so nicht vorhanden war und sogar die sichtbaren Worte ins Negative verdrehte.
Sagte mir jemand: Das hast du gut gemacht!" fragte ich mich: "WARUM nicht sehr gut? Hat er Mitleid mit mir? Will er mich über eine schlechte Leistung hinwegtrösten?"
Anerkennende Worte interpretierte ich wechselnd als Ironie und dreiste Lüge, sah nur meine eigene düstere "Wahrheit", ohne zu erkennen, das diese die eigentliche Illusion war. Ich konnte mir selbst nicht mehr Vertrauen, zweifelte an meinen Fähigkeiten. Und da, lieber Leser, das Innere und das Äußere stehts zusammenhängen, konnte ich auch meinem Umfeld nicht Vertrauen und zweifelte an deren Worten.
Jede noch so kleine Kritik traf mich dafür bis ins Mark und warf mich für Tage zurück.

Wie bin ich da rausgekommen?

Nun, zum einen habe ich gesehen dass die Resultate meiner Bemühungen nicht meiner eigenen Prophezeiung entsprachen. Die Prüfungsergebnisse sind glänzend.Dadurch wachte ich auf. Gleichzeitig hatte ich ein unglaublich liebevolles Umfeld indem mir aufmerksam zugehört wurde, aber ich nicht in meinem Selbstmitleid oder der Unsicherheit bestätigt wurde. Freund meinte nur "Diese Unsicherheit wird wieder verschwinden wenn du in der Lage bist zu sehen, was du bereits erreicht hast".Ich bin sicher, ich bin einigen Leuten ziemlich auf die Ketten gegangen (da isses wieder, nich^^) aber sie waren und sind einfach da.
Danke dass ihr an mich geglaubt hat, als ich zu beschäftigt mit Vergangenem war um das selber zu übernehmen!
Ein besonderer Dank geht an meine Lerngruppe, welche mit ihrer unbekümmerten Offenheit und Herzlichkeit viel dazu beigetragen haben, dass ich erkannt habe, dass mein Wert nicht  aus Noten oder Bescheinigungen besteht. Dass ich nicht immer Perfekt sein muss, sondern Mensch sein darf:)

Mein  Perfektionismus  stand mir in der Vergangeheit  oft im Weg, verhinderte so manches Mal dass ich etwas begann, weil ich befürchtete es nicht zu hundert % schaffen zu können.
Ich denke, es wird noch öfter solche Momente geben, was aber nicht schlimm ist, wichtig ist, ein Rezept zu haben um da wieder raus zu kommen.

Mein Rezept?
Lachen aus voller Seele, Herzlichkeit, und Liebe und Mitgefühl, mit mir selbst.
Und immer daran denken:Nichts ist so schlimm, wie es zunächst Erscheinen mag:)

Have fun!

Deine Wren




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