Freitag, 30. Dezember 2016

Eine Geschichte vom Loslassen - 2016 ein Schei* Jahr?


Anfang 2016 schoss ich im Frankfurter Zoo dieses Bild. Ich nannte es "Prophezeiung", und konnte  nicht ahnen, wie gut es auf dieses Jahr passen würde. Ein Jahr der Umbrüche, der Unsicherheit und der Veränderung als einzige Konstante. Es starben viele berühmte Idole und Vorbilder, einige viel zu jung, die meisten unerwartet. Es geschahen Dinge wie der Brexit,  die wohl  niemand vorher für möglich gehalten hätte und das Gefühl in einem sicheren Gebäude der Menschrechte und der Demokratie zu leben, schwankte bedenklich.

" Was für ein Scheiß Jahr"

So tönte es schon bald von allen Seiten, und auch für mich war dieses Jahr nicht einfach: Durch den Studienwechsel zwanghaft entwurzelt war es nun meine Aufgabe, mich in der neuen Wahlheimat zurechtzufinden, neue Kontakte zu knüpfen und einfach weiter zu leben.


Das Schwierige dabei waren allerdings nicht das Knüpfen von neuen Kontakten, das Lernen von neuen Dingen, sondern das Loslassen: Das Loslassen von Erinnerungen, Gedanken, Vorwürfen und Einstellungen. Daran knabberte ich so ziemlich die erste Jahreshälfte und ich denke, damit war ich dieses Jahr nicht alleine.

"Lass los was dir nicht mehr dient"

Dieser Spruch klingt befreiend und nur zu gerne misten Menschen daraufhin aus, in ihrer Wohnung  und im Garten. Die Krux dabei ist, dass wahres Loslassen immer eine Unsicherheit bedeutet, die solange auftritt, bis man etwas für sich gefunden hat, mit dem man die Lücke füllen kann, die das Losgelassene hinterlässt. Loslassen bedeutet also nicht unbedingt, die 35 überzähligen Tassen im Schrank (ungewollte Analogie höhö) auszusortieren, sondern Gewohnheiten  und Denkmuster zu ändern. Und soll ich dir ganz ehrlich was sagen? Dafür war 2016 klasse!

2016 als ein Jahr der Chancen!

Diese vielen Umbrüche in der Politik, Gesellschaft und im sozialen Umfeld waren dieses Jahr anstrengend, aber sie boten und bieten auch zahlreiche Möglichkeiten aus der persönlichen Blase des Denken und Handelns, die jeder als Komfortzone kennt, hinauszuschauen, sich neu zu definieren, sich etwas zu trauen, mutig zu sein oder auch mal mehr zuzuhören, Aufmerksamer zu sein, etwas zu ändern. Sehen wir doch nicht nur die Katastrophen, sondern auch die Chancen, die daraus erwachsen!
Ich habe zum Beispiel ein Nebengewerbe gegründet und kann mittlerweile recht gut vom Texte schreiben und Bloggen leben, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich bin mutiger geworden in diesem Jahr, ich konnte säen und Früchte ernten in vielen Bereichen.



In diesem Jahr sind sicherlich viele Dinge passiert, welche beunruhigend sein können. Ich bin aber überzeugt davon, dass wir, wenn wir nur aufmerksam und wachsam sind und die Werte der Menschlichkeit hoch halten, Unheil verhindern können. Veränderungen sind nicht schlecht, die Welt verändert sich stetig und wir sind mitten drin.
Vielleicht ist es einfach an der Zeit, dass wir aus unserem Nest der Ängste, der Gewohnheit und vielleicht auch der Vorurteile und Bequemlichkeit aussteigen, und fliegen lernen!


FREUND und ich werden dieses turbulente Jahr bewusst verabschieden, mit heißem Holunderwein, zwei langen Wunderkerzen UND den Vorurteilen und Gewohnheiten, die wir im Jahre 2016 belassen, also für 2017 loslassen möchten. Für  jede Gewohnheit wird ein kleines Stück Garn an die Wunderkerze gebunden und diese zum Jahreswechsel abgebrannt.
Und wisst ihr was? ich bin sicher dass wir die so entstandenen Lücken 2017 mit wunderbaren Erlebnissen und viel Freude füllen werden!
In diesem Sinne: Mut zur Lücke und einen guten Rutsch!

Eure Wren

Montag, 26. Dezember 2016

Von Jul, Weihnachten und der Geburt des Lichtes


Dieser Beitrag könnte Werbung enthalten// Schon lange, bevor die Christen Weihnachten und Heiligabend einführten, feierten die Menschen eine Geburt zu dieser Zeit, wenn auch nicht am 24., sondern in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember. Und auch, wenn sich beide Glaubensrichtungen in vielen Punkten unterscheiden mögen, so  ist die Botschaft dieser Geburt dieselbe: Es wird ein neues Licht in die Welt gebracht, welches vom Ende des langen Winters kündet und Wärme in die Herzen der Menschen bringt.
Was man heute im Christentum Weihnachten nennt, nannte man zu jener Zeit "Jul". Auch heute noch wird Jul in vielen paganen Traditionen gefeiert, und da ich als Biologin der Natur und ihren Kreisläufen generell, und alten Traditionen im Speziellen sehr angetan bin, feierten auch wir dieses Jahr , wie die Jahre zuvor schon, vor dem christlichen Weihnachten dieses Fest des neuen Lichtes. Denn an Jul wird der neue Sonnengott, und somit das Licht, von der großen Erdmutter geboren, genau in der längsten Nacht des sterbenden Jahres. Somit verspricht diese Nacht die wiederkehrende Wärme nach der Kälte des Winters und ruhendes Leben unter der Dunkelheit der Schneedecke.


Traditionell beginnt das Julfest im Dunkeln, es werden alte Geschichten gelesen und den bereits Verstorbenen und der Ahnen gedacht. Schließlich wird ein einzelnes Licht entzündet, das Symbol für den neugeborenen Sonnengott. An diesem werden, zumindest symbolisch, alle anderen Lichter  im Haus entzündet, bis die Wohnung hell erleuchtet ist. Nun folgt der festliche Teil: Ein Festmahl, mit Wein und guten Zutaten, Musik und ausgelassener Stimmung.

An diesem Jul konnten wir das Licht auf eine ganz besonders schöne Weise an unseren Tisch tragen: Mit einem Feuerlikör der Tiroler Kräuter-Destillerie . 
Nach dem feierlichen Entzünden des Jul-Lichtes entzündeten wir auch die gut gefüllten Gläser dieses feinen Kräuterlikörs, welcher mit zahlreichen Kräutern wie Zitwerwurzel und Tausendguldenkraut aufwartet. Der Likör passt einfach perfekt zum Anlass und zu der deftigen Wurst-Käse-Platte. Man kann ihn auch ruhig ein Weile brennen lassen, der Alkoholgehalt ist hoch genug und dem Geschmack wird auch nach 5 Minuten Brenndauer kein Abbruch getan. Ich habe ja schon öfter von solchen Feuerlikören gehört,  war aber bisher skeptisch was die Qualität betrifft. Diese ist in diesem Fall jedoch einwandfrei und so kann ich den Likör wärmstens weiterempfehlen. Absolut gut  um Stimmung zu machen und auch ein klein wenig Eindruck zu schinden. Vielen Dank für diese stimmungsvolle Beigabe zum Fest!


Ansonsten waren die Weihnachtstage bei uns bisher sehr ruhig und sehr verfressen, wie es halt sein muss. Zwar war es etwas seltsam, das erste Weihnachten nicht im Kreise der Familie zu verbringen, und wir haben viel an unsere Liebsten gedacht. Auf der anderen Seite  ist es aber auch sehr entspannend:
Wir haben liebe Freunde hier, schauen Animeserien, lesen viel, spielen Brettspiele und genießen einfach nur die freie Zeit. Mich hat natürlich passend zu den Semesterfeien eine Erkältung erwischt, die aber bereits auf dem Rückzug ist wie ich hoffe, immerhin möchte ich Morgen anständig meinen 30. Geburtstag begehen:).


 Unseren Baum haben wir eher Traditionell geschmückt: Ohne viele Kugeln dafür mit Holz und Metallanhängern, etwas Engelshaar und Süßigkeiten.



Zu Essen gab s natürlich reichlich. Ich hatte mir schon Tage vorher um die Dekoration Gedanken gemacht und diese dann mit tatkräftiger Hilfe aller Beteiligten in Gold , Rot und Weiß umgesetzt.


Als Aperitif gab es einen alkoholfreien Birnenpunsch, und als Vorspeise Leberpasteten mit schwarzen Nüssen und Feldsalat, zu welcher mich der Blog von Arthurs Tochter kocht inspiriert hatte. Ich habe vorher tatsächlich noch nie was von schwarzen Nüssen gehört.  Dafür werden Walnüsse grün geerntet und dann laaaaaange in Sirup mit Kräuterm eingelegt. 
Für den Hauptgang brachte J. eine Ente mit, welche er am 24. Morgens fachgerecht zubereitete. Der fertige Vogel wurde mit Maronensauce, Pastinakenpommes, Rotkraut und FREUNDs weltbesten schlesischen Klößen serviert. Diese Klöße sind SO gut und fein von der Konsistenz, dass sie sogar eingefleischte Kloßgegner überzeugen. Ist diese Vertiefung in der Mitte nicht niedlich? FREUND meinte, er weiß zwar nicht, wozu diese dient, aber ohne schmecken sie anders. Das ist doch Tradition vom Feinsten oder?



Vom Dessert ( Vanilleeis mit Schokokruste ( Low carb)) gibt es leider kein Bild, da es so schnell weggeputzt war ;).

Ich hoffe, ihr habt Weihnachten bisher gut,  fröhlich und ohne Vorkommnisse der negativen Art verbracht  und seid reich beschenkt worden!

Frohe Weihnachten!
Wren

Sonntag, 11. Dezember 2016

Der Winter-Wonderland-WILDBURGER zum 3. Advent [LowCarb]


"Das Reh springt hoch, das Reh springt weit, warum auch nicht, es hat ja Zeit"- Heinz Erhardt.

Und gerade, weil das Reh ja so gerne springt, schmeckt es uns so gut, besonders im Winter mit dicker brauner Soße, Preiselbeeren und feinem Wintergemüse. Dieser  dekadente Burger feiert das sprungfreudige Getier auf eine ganz andere Weise: Als Pattie gebraten, kombiniert mit Sahnezwiebeln, Pflaumenketchup, Raclettekäse und würzigem Rucola geben wir dem traditionellen Wildgericht ein neues Gewand das sich durchaus sehen lassen kann, und der Geschmack? Grandios!

Samstag, 10. Dezember 2016

Freitagsfüller #399 und willkommen Pfannenliebling!



Der geneigte Leser weiß ja bereits von meiner persönlichen Blogtradition: Jeder neue Leser wird mit einem extra Bild begrüßt. Ich freue mich dementsprechend die Bloggerinnen von PFANNENLIEBLING hier auf meinem kleinen Blog begrüßen zu dürfen! Herzlich Willkommen!  Das Bild , das ich hier ausgewählt habe, ist unsere große gusseiserne Pfanne (genannt "Mutti") mit einer nicht zu verachtenden Portion indischem Chicken Korma darin. Currys sehen in der Regel nicht schön aus, schmecken aber grandios und am besten aus einer großen Pfanne.

Des Weiteren wurde der Wunsch nach einer Fortsetzung der Freitagsfüller-Tradition laut und so mag ich diesem Wunsch gerne nachkommen, auf dass ihr , immer Freitags (oder Samstags), ein wenig mehr über mich erfahrt:).

1.  Es gibt Tage, da fühle ich mich  überwältigt von der Bloggergemeinschaft, den tollen Bekanntschaften und den vielen Leuten die man trifft. Erst gestern wieder auf FB ein Konzept quasi auf den Weg gebracht auf das ich mich schon SEHR freue. 

2.   Kaffee und ich, wir verstehen uns gut .

3.   Ich finde es unterhaltsam, zuzuschauen, wie die Amseln so ballförmig aufgeplustert in den Bäumen sitzen und herumhüpfen, das ist echt urkomisch. Achja, und Gespräche im Bus auf dem Weg zur Uni, der Burner, ich hoffe ich war früher nicht so peinlich.

4.   Grad in dieser stressigen Zeit vor Weihnachten lohnt es sich durchaus mal, inne zu halten und die Perspektive zu wechseln: brauche ich z.b. WIRKLICH ein komplett durchgetaktetes Weihnachtsmenü? (und das sage ICH als Foodblogger).


5.   Mandarinen sind meine heimliche Leidenschaft. Früher habe ich, zum Leidwesen meiner Mutter, ganze Netze an einem Nachmittag weginhaliert. Und Auch jetzt landet ein Karton mit Mandarinen pro Woche im Einkaufswagen. Die kleinen orangenen Ballas gehören für mich einfach dazu.

6.   Ich mag Geschenke einpacken, bin leider dahingehend aber nur mäßig talentiert. In meiner Vorstellung sieht das immer schöner aus. Inzwischen versuche ich den abenteuerlichen Verpackungsstil mit viel Blinbling und Glitzer auszugleichen.

7.  Was das Wochenende angeht, heute  gestern Abend freute ich mich auf Schlafen, war ne harte Woche, morgen  heute habe ich   Einkaufen , saubermachen und Artikel schreiben geplant und Sonntag möchte ich den besten winterlichen Wildburger der Welt bauen! Natürlich Low Carb! Achso, und mein Kabel für die Kamera wiederfinden wäre irgendwie gut. Kennt ihr das, wenn man aufräumt und ALLES ist weg? *hrmpf* . Dabei habe ich noch nen Backbeitrag in der Pipeline, aber an die Bilder ist zur Zeit kein Rankommen. Ideen für eine erfolgreiche Findung immer her!


Einen tollen 3. Advent!
Wren

Dienstag, 6. Dezember 2016

Aus dem Rausch heraus zum Nikolaus


Ja nicht was ihr jetzt  denkt. Was dem Gerstensaft "kein Bier vor vier " ist, ist dem Glühwein " Kein Glüh zu früh" sprich: Nicht vor Dunkel, was zugegebenermaßen zu dieser Jahreszeit nicht allzu schwer ist, aber dennoch zu beachten. Gemeint ist HEUTE und hier jedenfalls der Backrausch. In selbigem befinden ich und FREUND uns gerade, und deswegen gibt es heute auch nur ein kurzes Gewürzintermezzo, bevor ich euch Morgen die Ergebnisse der Backerei präsentiere (oder auch nicht, denn es liefen schon wieder so ein, zwei Dinge nicht wie sie sollten)

Jedenfalls habe ich von meinem Papa einen Just-Spices-Adventskalender bekommen und im selbigen befanden sich  unter anderem zwei Gewürztütchen: Glühweingewürz (von glücklichen Glühen) und ein fruchtiges Reisgewürz. Da ich noch zwei volle Pötte Glühweingewürz habe , und Reis halt nicht esse, habe ich mit diesen beiden Gewürzen das gemacht, was man halt mit solchen kleinen Mengen macht: Ich habe sie gezuckert und gesalzen.


Genauer gesagt, habe ich aus dem Reisgewürz, welches sich hauptsächlich aus Zitrusfrüchten zusammensetzt, ein Zitrussalz gebaut (ganz rechts), und aus dem Glühweingewürz GlühXucker (ganz links). Die Vorgehensweise ist denkbar einfach: Gefäß nehmen, nach Gutdünken Gewürz und Xucker oder Salz rein, schütteln, fertig. Ist auchn tolles Geschenk. Geht mit vielen Gewürzen unterschiedlich gut. Einfach ausprobieren und die besten Kombis gerne in die Kommentare hauen!


 Mittig habe  ich Vanille-Xucker angesetzt, denn die Schoten bleiben beim Backen ja immer über. Statt diese dann wegzuwerfen, kann man auch ein Glas mit Xucker füllen, die Schoten kleinschnibbeln und unterrühren, denn die haben ja immer noch ihr volles Aroma und sind viel zu schade für die Tonne.

Und wer sich noch fragt, was es für mich zum Nikolaus gab, Tadddaa! ein Stück Nostalgie von dem besten FREUND überhaupt:

Ja, Das ist ein Playmobiladventskalender und ja, ich weiß, ich werde sehr bald zum zweiten mal 29 (genau gesagt am 27.12.), aber das is mir Wurst. Früher hatte ich einen riesigen Playmobilwald, wo Tiger, Fuchs und Elefant (und natürlich ein Einhorn! Ja, ihr Hipster, ich fand Einhörner schon FRÜHER toll als ihr) einträchtig zusammen lebten. Da kommen wirklich Erinnerungen hoch, toll für das innere Kind <3. Und beim Zusammenbauen kann man dann gleich über eine kindgerechte Abfolge der Türchen reden ( es war am 4. z.b. ein Vogelhäuschen drin und erst am 5. die Vögel, das geht doch nicht, oder?).

Was war bei euch im Stiefel?

Einen schönen Nikolaustag!

Eure
Wren

Sonntag, 4. Dezember 2016

Wenn Mond und Venus in einer Linie stehen - Mit Elchen, Pferden und Einhörnern in den 2. Advent


Einen wunderschönen 2. Advent liebe Leser! Wahnsinn wie schnell die Zeit rennt. Da braucht es, neben der Planung für Geschenke und das Weihnachtsmenü, auch Zeit zur Einstimmung auf das Fest. Und was könnte da besser sein, als ein Gang über den Weihnachtsmarkt! Und so tourten FREUND und ich gestern los, und, stoppten gleich am Anfang, den etwas abseits von der üblichen Winter- Klimbim-Fressmeile stand eine Ansammlung kleiner roter Hütten sowie der Foodtruck von Svensk Catering , die ohne scheiß den legendärsten Elchburger überhaupt produzieren. Streetfood vom Feinsten!  Aber ich schweife ab, denn eigentlich geht es ja um die kleine rote Hütte NEBEN dem Truck (die aber zum selbigen dazugehört) und unglaublich niedlichen schwedischen Weihnachtschmuck verkauft, Schaut mal wie toll:










Wunderschön oder? am Meisten angetan haben es mir die roten Sterne, Tannenbäume und das kleine rote Pferdchen, einfach nur niedlich ohne Ende ! Also, wenn ihr zufällig mal in der Nähe seid, von Gießen, in der Weihnachtszeit, dann besucht mal das kleine rote Weihnachtsdorf beim Karstadt und schickt mir Weinachtsdeko haut euch nen Burger rein und kauft feine Dinge für das schönste Weihnachtsfest. Ist mal was anderes und lohnt sich !Bilder vom Besuch gerne in die Kommentare!


Ich konnte natürlich nicht weiter, ohne mir irgendetwas mitzunehmen und habe mir  das Letzte ( was hab ich ein Glück!)  hölzerne Buttermesser unter den Nagel gerissen:


Ich komme aber unter Garantie nochmal zurück, wenn klar ist, wie groß unser Budget für den Baumschmuck ist.

Ansonsten habe ich am Keksausstecherstand noch einen trendigen Ausstecher ergattert, denn Frau muss ja mit der Zeit gehen:


Und wer jetzt glaubt, dass ich zu viel Glühwein hatte, wegen dem Mond und der Venus und so.... . Tja, da kann ich nur sagen, guck mal:


Wofür das ein Zeichen sein könnte, könnt ihr gerne in die Kommentare schreiben!

Einen tollen 2. Advent ihr Lieben!

Eure
Wren

Freitag, 2. Dezember 2016

GRAVED LACHS selber machen, UND: Im Advent angekommen.


Zunächst wünsche ich euch einen tollen ersten Advent! Heute wurde bereits das zweite Türchen im Kalender geöffnet, und auch bei uns kehrt jetzt etwas Ruhe ein. 

Dienstag, 15. November 2016

Kabeljau-LACHSburger mit Mandel-Käse-BUN, Kürbisketchup, Bierlikörzwiebeln, Dill-Mayonaise und Zwiebelchutney (Low Carb) [LACHSspecial-sponsored by Fisch aus Norwegen]



Kann Spuren von WERBUNG enthalten//" [...] Als Echo zärtlich in den wohlriechenden Kloß biss, geschah etwas wirklich Verblüffendes. Die ganze Welt um ihn herum verschwand, das Laboratorium samt Eißpin hatte sich - nein, nicht in Luft, sondern in Wasser aufgelöst! Er spürte es am ganzen Leib, sah Luftblasen vor seinen Augen aufsteigen, dicke graue Bachkiesel unter sich und große, fette Lachse, die neben ihm schwammen.[...] Und dann wusste er mit einem Mal, dass er  ein Lachs war[...]"
Aus:Walter Moers; Der Schrecksenmeister.

Das Lachsfilet, welches ich für die Lachsburger verwendete, stammt zwar nicht von den zamonischen Lachsen aus Vielwasser, aber ich kann (und möchte)  mir durchaus vorstellen, dass auch der verwendete Lachs von Fisch aus Norwegen, ,ähnlich seinem fiktiven Verwandten aus Moers kulinarischem Märchen, derart glücklich ist, dass man ihn in den Vollmondnächten lachen hören kann, wenn er aus dem Wasser dem Mond entgegen springt. Das Wasser dürfte zumindest ähnlich klar sein.

Auch handelt es sich bei meinem Lachsburger um keine Metamorphose Mahlzeit wie der Schrecksenmeister Eißpin sie seinem jungen Gast Echo serviert und die zu Halluzinationen führt. Dennoch war der Lachs so frisch dass ich  für einen Moment die See schmecken konnte, in welcher der Fisch gelebt haben muss.

Es ist schon wirklich etwas Besonderes, mit solch frischen Zutaten arbeiten zu können, der Unterschied ist auch beim fertigen Gericht deutlich. Und so haben meine Lachssburger mit frischem Dill und Zitronenschale  sogar eine liebe Freundin überzeugt, welche sonst keine Fischbouletten mag, was ja wohl eines der größten Komplimente ist, die man bekommen kann.




Die Burgerbuns sind Low Carb und im rohen Zustand durch die rote Beete herrlich Pink, was sich leider nach dem Backen verlor, dafür waren die Lachsfrikadellen hübsch gepunktet.



Beim Zubereiten wurde ich von meinen lieben Freundinnen J. und K. tatkräftig unterstützt. Sie übernahmen die garstige Aufgabe des Zwiebelschälens und Schneidens. Das scharfe Gemüse später in dem ausgezeichneten Bierlikör, den FREUND und ich am Wochenende zuvor in Frankfurt erworben hatten, zu ertränken, ließ ich mir aber dann doch nicht nehmen.




Das Ergebnis der Mühen war ein schmackhafter Burger, mit allen Aromen, die dem Lachs so schmeicheln: Süße, Röstaromen und fruchtige Säure. Ein tolles Gericht, das garantiert Eindruck schindet.


 Wren's Kabeljau-Lachs-Burger


Zutaten (für 9 Burger):
 Für die Buns:
400g Gratinkäse gerieben
200g gemahlene Mandeln
40g Kokosmehl
1Packung Backpulver
2 Eier
50 ml Rote-Beete-Saft
1/2 Teelöffel Zitronenschale
Schwarzkümmel.
Kokosöl 

Für die Burger:
600g Kabeljaufilet
600g Lachsfilet
100 g rote Beete aus dem Glas
1 Ei
2El Flohsamenschalen
2 EL Senf
1 Handvoll frischer Dill, gehackt.
Salz/Pfeffer
Kokosöl 

Kürbisketchup:
300g Hokkaidokürbisstücke, im Ofen gegart und mit Zimt, Piment, Ingwer und Salz gewürzt.
1 El Tomatenmark
Salz/Xylit
Wasser

Zwiebeln:
6 große Zwiebeln
150g Butter
 4 cl Bierlikör (optional)

Mayonaise:
Dill
Mayonaise

Zwiebelchutney

9 Holzspieße

1. Alle Zutaten für die Buns gut vermischen. Ofen auf 200° Umluft vorheizen.

2. Ein Muffinblech mit Kokosöl gut einfetten, aus der Bunmasse 9 Kugeln formen und in die Muffinmulden drücken. Mit Schwarzkümmel bestreuen und etwa 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Danach auskühlen lassen.

3. Alle Zutaten für die Burger in einer Küchenmaschine zu einer glatten Masse verarbeiten. Eine Auflaufform mit Kokosöl fetten. Aus der Burermasse neun Pattys formen, in die Auflaufform legen und etwa 15 Minuten bei 180° im Ofen backen.

 4. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden. In einer Pfanne mit der Butter circa 10 Minuten auf mittlerer Hitze goldbraun braten. Mit  Bierlikör ablöschen und bei geringer Hitze weitere 5 Minuten karamellisieren

5. Für den Kürbisketchup alle Zutaten mit einem Mixer verrühren, mit Salz und Xylit abschmecken. Für die Mayonaise selbige mit gehacktem Dill verrühren.

6. Anrichten: Buns mit einem Messer aus den Formen lösen und aufschneiden. Auf die untere Hälfte etwas Mayo geben, das Patty darauf platzieren. Auf das Patty die Zwiebeln und dann den Ketchup geben, die obere Bunhälfte mit dem Holzspieß feststecken. Mit etwas Zwiebelchutney anrichten.

Lass es dir schmecken!

Deine Wren


Montag, 14. November 2016

Vom GLÜCK im eiskalten Meer zu schwimmen, warum eine schlechte Mathenote sich rächen kann, und eine kleine Aromalehre [LACHSspecial]




Der geneigte Leser sei darauf hingewiesen, dass dieser Beitrag Spuren von Werbung enthalten kann // Das oben stehende Video habe ich mir die letzte Woche oft, sehr oft angeschaut. Die Frage nach dem "Warum" lieber Leser, ist mit Sicherheit eine berechtigte, und so will ich auch nicht mit der Antwort säumen: Ich wartete. Auf eine Lieferung aus eben diesen klaren Fjorden, aus den inspirativen Aquafarmen, ich wartete auf MEINE Lachse.
Fisch aus Norwegen , von deren Seite auch das Video stammt, hatten Lust, im Rahmen eines Lachsspecials mit diesem meinen kleinen Blog zu kooperieren und sagten mir zwei LACHSE a 3,5- 4kg zu, was mich völlig überwältigte, immerhin ist so ein Lachs nicht gerade klein.
 Ich möchte mich an dieser Stelle nocheinmal ganz herzlich bedanken!Als kleiner Blogger ein Produkt in einer solch hervorragenden Qualität zu bekommen, ist ein wirkliches Geschenk und macht mich immer noch ganz kribbelig.

Aber noch sind wir im Text beim Warten.

Und das tat ich, ausgiebig. Ich glaube, meine Augenringe in der Woche bis zur Lieferung sprachen Bände, ach was, LEXIKAREIHEN. Tag und Nacht grübelte ich, was mit dem Schatz zu tun sei, wenn er denn ankäme. Ich entwarf Rezepte und verwarf sie wieder, probierte Aromenkombinationen aus, mischte Salze und Marinaden, in jedem zweiten Satz von mir fiel das Wort "Lachs", und wer das nicht glauben mag, kann gerne FREUND fragen, es war irre.

Natürlich lädt so viel Lachs auch zum Einladen ein, was ich ausgiebig praktizierte, denn Essen in Gemeinschaft ist Freude und zusätzlicher Genuss, und darum geht es ja schließlich hier.

Und so wartete ich. 
Und plante.

Am letzten Freitag erreichte mich dann gegen 14 Uhr die ersehnte Facebooknachricht der supernetten A. von Fisch aus Norwegen: Der Lachs sei in etwa einer halben Stunde da.
Ich rannte also in die Küche, und: Stand rum, denn was sollte ich tun? der Kühlschrank war leer, bereit für die Ankömmlinge. Und sonst? Tja, was macht man so, kurz bevor so eine Lieferung eintrudelt?
Mein doch nicht unreichhaltiger Erfahrungsschatz schwieg beharrlich und so tat ich das, was ich schon zu tun gewohnt war: ich wartete.

Als es  schließlich an der Tür läutete, flog ich quasi die Treppe hinunter und öffnete die selbige. Dort stand schon der freundliche Mitarbeiter  der deutschen See, der den Lachs brachte. Kommunikationstechnisch gab es ein paar Anlaufschwierigkeiten, da der gute Mann im tiefsten hessischen Dialekt sprach, was ich als hochdeutsche Stadtpflanze  natürlich nicht verstand. Als die Sprachbarrieren aber ersteinmal überwunden waren entspann sich eine angeregte Unterhaltung, deren erste Hälfte sich darum drehte, ob ich tatsächlich der Empfänger bin ( Ich vermute Privatpersonen werden nicht so oft beliefert) und ob ich die Kiste mit Eis in der der  Lachs sich befand behalten wolle (Ich war mich nicht sicher) da die Kisten normalerweise einfach ausgetauscht würden. Da ich nur Umzugskartons zum tauschen hatte, war diese Option laut Lieferer hinfällig und so bat ich den netten Herrn mir mit der Lachsbox doch ersteinmal  nach oben in die Wohnung zu folgen.
 Die Lösung  bot sich dann in Form unserer Spüle, in welche der Herr den (in Plastikfolie verpackten) Lachs samt Eis entleerte. Es folgte eine kurze Stille, dann fragte mich der Lieferer ob ich Filets oder ganzen Lachs bestellt hätte. Ich antwortete Wahrheitsgemäß womit die Unterhaltung beendet schien. Ich unterschrieb dann noch den Bescheid, die Ware erhalten zu haben, ein kurzer Abschiedsgruß und weg war der Mann.

Was blieb, waren ich und zwei kühle Lachse im Transportplastikschlauch welche sich wie zwei gewaltige Vanillekipferl gebogen in die Spüle schmiegten.

Neugierig öffnete ich die Verpackung, denn nun wollte ich sie auch sehen, die langgereisten Norweger. Und, lieber Leser, was soll ich sagen? Sie waren wunderschön:


Wirklich! Lachse sind tolle Fische, hübsch gepunktet und  auch von der Größe ziemlich beeindruckend wie ich sofort feststellte. 
Hier rächte sich dann allerdings mein geringes Interesse für Mathe im Generellen und für räumliches Vorstellungsvermögen im Speziellen, denn ich hatte zwar GEWUSST, dass  ein Lachs 4 kg wiegt und ich habe ja auch durchaus schon einmal ein Filet beim Fischhändler gekauft, aber irgendwie war so ein Tier in meiner Vorstellung immer wesentlich kleiner gewesen. 
 Was unter Umständen daran gelegen haben könnte, dass die Grizzlys in den Naturdokumentationen einfach so groß waren, aber  die hatte ich ja auch noch nie in Live gesehen und wenn man keinen Maßstab hat ist das halt problematisch, ihr versteht?
Ich stand also ersteinmal tatsächlich ein paar Minuten andächtig dort und betrachtete diese tollen, und gutgenährten Fische die noch vor kurzem in dem eisigen Meer Norwegens geschwommen waren, und rückte meine Vorstellung zurecht. Toll, was innerhalb von drei Jahren bei guter Pflege und optimalen Bedingungen aus einer kleinen Fischlarve werden kann.

Dann ging es aber auch schon ans Entschuppen und Filetieren, den eine Unterbrechung der Kühlung ist zu vermeiden. Ich hatte vorher noch nie einen so großen Fisch filetiert und finde, ich habe mich ganz gut angestellt für den ersten Versuch.


Ein toller Moment war dann auch, diese großen, sattorangenen und toll mamorierten Filets direkt vor mir liegen zu sehen, es ist halt etwas ganz anderes, als das Filet direkt beim Händler zu kaufen.
Der Fisch war hundertprozentig frisch: Er duftete leicht nach Meer und Salz, aber nicht fischig, hatte klare Augen und rote Kiemen, die Haut war klar und das  Fleisch satt-Lachsorange, ein Traum!




Viel habe ich nun diese Woche vor mit dem Lachs, auf dass wir alle genug Ideen und Rezepte für die kalte Jahreszeit haben! Und ich freue mich darauf! Es warten raffinierte Bouletten, Graved Lachs, der weltbeste Fischfond und mehr.
Aber weißt du was wir zuallererst gemacht haben mit dem Lachs? 
Wir haben uns eine Scheibe abgeschnitten und gekostet.
 Den puren Fisch, den reinen Geschmack eines absolut frischen Produktes. Ich empfehle dieses Vorgehen jedem, der wirklich verstehen will, welche Aromen zueinander passen: Koste die reine Zutat und versuche Nuancen herauszuschmecken!
Gut Kombinieren lassen sich Lebensmittel mit ähnlichen Nuancen (darum geht Kaffe gut mit Schokolade) oder auch entgegengesetzten um ein bestimmtes Aroma herauszukitzeln.

Lachs gehört zu den fetten Fischen, was ihn im Geschmack intensiver macht als weißfleischigen Fisch, denn Fett ist ein Geschmacksträger. 
Die Aufgabe, die Gewürze und Kräuter beim Lachs also haben, ist eine Abmilderung des fettigen Geschmacks. Zugleich muss ein Gewürz so intensiv sein, dass es gegen den aromatischen Lachs überhaupt eine Chance hat. Es eignen sich also intensive Aromen, wie Anis, Chili, Minze oder die beliebte Zitrone.
Lachs mit  geriebener Zitronenschale und etwas Salz eingerieben  aus dem Ofen geht nahezu immer. Und das gab es auch am Freitag bei uns (und später gegart mit etwas Sojasauce und Schwarzkümmel):




Zu Lachs passt allerdings auch sehr gut Gurke. Das scheint auf dem ersten Blick gegen das oben Geschriebene zu sprechen, die Erklärung ist aber einfach:
 Frischer Lachs besitzt ein leichtes Gurkenaroma, was auch erklärt warum er geräuchert oder roh super zum Gurkensalat passt, man ihn gebraten jedoch lieber zu Kartoffeln isst. 
 Beim Braten verflüchtigt sich das Gurkenaroma, und der erdige Charakter sowie die Röstaromen treten hervor, was Lachs dann zum idealen Begleiter von Erdknollen wie Kartoffeln macht. 

Oder auch Pastinaken, die wir als lowcarbfreundliche Variante der Kartoffel zu "Fish and Chips" bevorzugten.



Käse ist zu Lachs eher ungünstig, denn hier trifft fettig auf fettig, was das Gericht schwer und wenig aromatisch ausgefeilt macht. Kann man machen, wenn ein Zwiebelchutney mit von der Partie ist:



Mehr zu Aromen, tolle Rezepte und Bilder wird es nun im Laufe dieser Woche, im Lachsspecial, geben! Freut euch auf Gutes für Herz, Magen und Seele!
Schön dass ihr dabei seid!

Die Wren