Dienstag, 29. Dezember 2015

Eiskalter Entzug und die Psyche

Tag 1 der Zuckerfrei-Challenge.
Mir geht es blendend.
Noch.
Mein Gehirn hat noch nicht zur Gänze verstanden, dass Zucker gestrichen ist.
Das kommt dann Erfahrungsgemäß in 2-3 Tagen wenn der Entzug einsetzt.

Wusstest du, dass Zucker in etwa 5 mal suchterzeugender ist als Kokain? Und dieselben Ariale im Gehirn triggert?

Glaube mir, du wirst es herausfinden, wenn du für eine längere Zeit konsequent darauf verzichtest.
Aber es wird die Mühe wert sein. Der Körper dankt gute, aufmerksame Behandlung mit Vitalität und Gesundheit. Du betankst deinen Diesel ja auch nicht mit Benzin, warum also den Körper mit Mist füttern?

Vielleicht fragst du dich ,warum ich nocheinmal neu anfangen muss, wo ich ja schon von Erfahrung spreche. Warum bin ich "Rückfällig" geworden?

Tatsächlich ist nach etwa 2 Wochen die akute "Sucht" im Griff und der Zuckejieper und das ständige "Suchen" nach etwas "süßem" ebenso.
Was bleibt sind Erinnerungen an positive Gefühle, an Naschen im Kreis der Freunde, an "Süßes als Belohnung". Es sind also zum Ersten die guten Emotionen und Erinnerungen die mir einen dauerhaften Verzicht schwer machen.
Was hier hilft ist das Ändern von Gewohnheiten, denn Belohnen könnte ich mich ja auch mit einer tollen Unternehmung, einem gutem Buch oder ähnlichem, nicht wahr? Aber neue Gewohnheiten erfordern Zeit und Arbeit, schon eingeschliffene Verhaltensweisen hingegen sind so viel einfacher und gerade in Stresssituationen greift man gerne zum Altbewährtem.
Womit wir zum zweiten Punkt kommen: Stress.

Süßes hat bei mir die Funktion der Beruhigung. Da kommt ein schlechtes Gefühl? Angst? Unsicherheit? oder nur Langeweile? Schnell was zum Naschen!das Gehirn feuert Glückshormone aufgrund der Kalorienhaltigen Nahrung (denn es weiß ja nicht dass ich im Überfluss lebe und Nahrung kein knappes Gut ist) und ich fühle mich entspannt und beruhigt.Das hat nichts mehr  mit Genuss zu tun, sondern mit Sucht. Ich verhindere damit, dass ich das wirkliche Problem angehe, denn:

Die Ursache für die Emotionen bearbeite ich damit  nicht. Und genau das ist wichtig zu wissen, auch für dich lieber Leser, der mich auf dieser Reise begleitet: 
Du musst einen anderen Weg finden als Essen um mit aufkommenden Emotionen umzugehen. Es ist wichtig andere Dinge als Süßes zu finden um dich zu entspannen. Ich bevorzuge Reiki, Sport oder Zeichnen.
Es geht halt nicht nur darum den Körper gesünder zu machen, auch der Geist muss mit, denn beide sind verbunden. Mache dir das klar wenn du Anfängst und habe Geduld mit dir selbst auf dieser Reise.

Was ist deine Taktik, was sind deine Alternativen zu Süßigkeiten? Schreibe sie gerne in die Kommentare!


Ein anderer Punkt der ein "Neuanfangen" behindern kann ist die Tatsache, dass man ja eigentlich "weiß wie es geht", es aber nicht umsetzt. Man beruhigt sich dann mit dem Gedanken, dass man ja das Wissen hat und sofort anfangen könnte. Lieber Leser! Das ist gefährlich. Das war im Prinzip meine persönliche  Falle. Mein persönlicher "Verführer" der mich daran hinderte wirklich jetzt sofort loszulegen : "Och schau mal die leckere Schoki, fängste halt Morgen an, ist ja auch nur ein Stückchen"...
Du siehst was ich meine, gelle?

Was ist deine persönliche Falle? Wo sitzt dein "Verführer"?
Schreibe es mir gerne!

Deine Wren


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Habe bitte etwas Geduld, bis dein Kommentar erscheint, ich moderiere selbst:)