Donnerstag, 25. Juni 2015

"Zaunkönig sucht Nest"- Folge 1

Hallo ihr lieben und weltbesten Leser,

In dieser Kategorie wird es bis auf Weiteres um  meine Erlebnisse hin zum neuen Studienfach und Wohnort und alles damit Verbundene gehen. Ich freue mich über Kommentare mit Anmerkungen, Anregungen und emotionaler Unterstützung;). Wer also diese doch sehr spannende Phase mit mir erleben mag, ist hiermit dazu eingeladen:). Wer  das nicht möchte, kann diese Posts ja lesetechnisch überspringen.

Also, wie ist der aktuelle Stand der Dinge?

Nun, mein Antrag auf einen weiteren Prüfungsversuch wurde abgelehnt. Somit bin ich raus aus dem Biologiestudium und artverwandten Studiengängen.
Ich werde da zwar noch Widerspruch einlegen, aber das dient eher der Psycho-Hygiene (alles getan zu haben) und realistischerweise stehen die Chancen schlecht, doch noch mit einem weiteren Versuch durchzukommen.

Was nun?

Das wird ganz schön spannend, nächste Woche fahre ich nach Gießen zu meiner besten Freundin, in der Hoffnung mich da erfolgreich auf Lehramt Bio-Deutsch einschreiben zu können.
Ansonsten werde ich nächste Woche für alles was geht und wo ich mir was anrechnen lassen kann, Bewerbungen schreiben. Lustigerweise  sind auch biologische Fächer darunter, die heißen halt dann nicht "Biologie" , aber sind ähnlich.


Was habe ich die letzten Tage gemacht?

Die Versuchung, mich einfach zu verkriechen und nichts zu tun war recht groß wenn ich ehrlich bin. Nur weiß ich, dass ich damit nicht weiterkommen kann, und so habe ich Ämter abgeklappert um einige Fragen zu klären, zum Beispiel wie das so ist an einer Uni NOCH eingeschrieben zu sein und sich woanders zu bewerben. Gibt im übrigen keine Probleme dahingehend.

Generell war zu Anfang der Woche meine Selbstbewusstsein richtig fies im Keller und ich hatte Angst zu den Ämtern zu gehen, jedesmal erneut mich selbst mit meinem Scheitern zu konfrontieren..und das schlimmste, das MITLEID und die Anteilnahme der Leute. Damit kann ich garnicht. Das rührt mich dann immer halb zu Tode und ich muss rumheulen, ob ichs will oder nicht. Voll verrückt, 20 Minuten normales Gespräch und dann kommt ein "es tut mir sehr leid und ich drücke ihnen die Daumen" und ZACK springen die Tränendrüsen an.
Und so renne ich im Moment ständig mit zugequollenen Augen durch die Gegend, was ich praktischerweise auf die Allergien schieben kann wenn wer fragt. Ein "tut mir leid" ist lieb gemeint aber es bringt mir nichts..und es ist statisch, wisst ihr was ich meine? .Ein "oh...lass uns nen Kaffee trinken gehen" oder "oh.. ich hoffe du schmeißt noch ne Party bevor du woanders durchstartest?!" oder auch ein "BOAH diese Idioten, die ticken ja nicht mehr"... das geht.
Mitleid aber zieht mich runter.

Nun habe ich jedenfalls alle Ämter durch und es sieht sehr gut aus, die Zeugnisse sind gedruckt und alles Formelle erledigt (gab auch keine bösen Überraschungen wie ich in meiner leichten Paranoia annahm) so dass ich beruhigt nach Gießen zuckeln kann.

Wie geht es mir jetzt?

Bedauern, natürlich. Trauer diesen Ort verlassen zu müssen... ABER.. da ist auch: Neugierde...und ein Gefühl von "Abenteuer".
Ich bin wieder "da" und ich gehe und stehe nicht. DAS ist das wichtigste.

Wie wird das bei dir finanziell?

Um Geld mache ich mir wenig Sorgen. Ich habe zur Not ein paar Rücklagen, und ganz ehrlich? irgendnen Nebenjob bekommt man IMMER.
Bisher kam sowas immer dann zu mir wenn ich es wirklich gebraucht habe. 
Da habe ich Vertrauen^^.


Neues und Weiteres in Folge 2.


 

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