Samstag, 9. Mai 2015

KOMISCHE Kühe und WochenENDE

Schaute der verschlafene Schrebergärtchenbesitzer am gestrigen Tage über seinen Zaun auf die gegenüberliegende Wiese, so sah er vermutlich  diese "komischen Kühe" , welche über Stunden in ihrer grasenden Position verharrten.

Tatsächlich handelt es sich hierbei weder um Kühe noch um eine ambitionierte Yoga-Gruppe, sondern um Biologen(unter anderem auch ich, aber keine Sorge, MEIN  Hintern ist nicht zu sehen;)), welche im Gras der feuchten Wiese nach 3mm großen Zwergspinnen suchen, um diese später im Labor zu verpaaren.

Nach getaner Arbeit musste am Abend natürlich ausgiebig das Wochenende eingeläutet werden. Zu diesem Zweck hatten J. und ich am Vortag schon eine Antipasti-Käse-Platte besorgt, die wir dann auch zu 4. (Freund, Ich, J. und Freund von J.) verspeisten.
Tolles Bild made by FREUND

Unter anderem waren dort vertreten : Lachs, der selbsteingelegte Hering in Sahne, Oliven, Pilze, getrocknete Paprika,Mini-Oopsies, GANZ VIEL KÄSE, Serranoschinken, Salami, Sardinen, Paprika etc.

Der Hering war so ne Sache: ich hatte den ja vorher noch nie eingelegt und der lag jetzt ja zwei Wochen in Essig. Ich kleiner Hypochonder-Biologe habe ersteinmal durch zweistündige Recherche analysiert ob wir uns doch nicht aus Versehen eine Botulinumtoxin-Vergiftung damit einhandeln können, denn immerhin hatte ich frischen Fisch 3,5 Wochen eingelegt ohne genauere Kenntnisse der Vorgehensweise.

Freund meinte zwar er wolle das Bakterium sehen welches in ESSIG überleben oder sich vermehren kann aber nunja, er ist Physiker und kein Biologe;).Und als Biologe hört man von bösen Dingen...

Jedenfalls dachte ich, wenn ich schonmal so ausgiebig recherchiere, teile ich mal mit euch, was ihr beim selbereinlegen von Gemüse Fisch etc beachten solltet um den Bakterien und somit den Toxinen keine Chance zu geben:

- immer in der Lake/Sud mehr als 1,5% Säure damit die Bakterien sich nicht vermehren können (normaler Weinessig hat 6%).ODER erhitzen der Speisen vor dem Einwecken auf 100°C mindestens 15 Minuten.
- Auf Hygiene achten beim Verarbeiten.
- bei -1°C bis +7°C lagern.
- Nach Anbrechen innerhalb von 2-3 Tagen verbrauchen.

Sollte es dennoch nach 9-12 Stunden nach Genuß zu Grippesymptomen, Erbrechen, Durchfall, Doppelsehen kommen, ab zum  Arzt sonst winkt nach drei Tagen eine Lähmung der Atemmuskulatur was logischerweise eher ungünstig für ein weiteres Fortleben ist.

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